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Benfica siegt bei Galatasaray

14.2.2019 20:50 Uhr, von Chris Ehrhardt

Fenerbahce Istanbul hatte es am vorgezogenen Spieltag am Dienstag gegen Zenit St. Petersburg vorgemacht, wie man in der UEFA Europa League Heimspiele gewinnt. Nun war es am Ortsrivalen Galatasaray Istanbul nachzuziehen und den Sieg gegen Benfica Lissabon am Bosporus zu halten. Wobei man natürlich erwähnen muss, dass Benfica im Vergleich mit Zenit der ungleich unbequemere Gegner war.

Galatasaray mühte sich vor eigenem Publikum von Beginn an redlich, aber es wurde schnell klar, dass mit dem Gegner aus Portugal nicht zu spaßen sein würde. Bereits nach 12 Minuten Spielzeit war es Felix, der das Team aus Istanbul ins Schwitzen brachte. Gut, dass Muslera auf dem Posten war und Schlimmeres verhinderte. In der 20. Minute stockte den Zuschauern der Atem und der Torschreib blieb den Cimbom-Fans in den Kehlen stecken. Was Benfica da genau in der Abwehr spielte, wird wohl ein Gehemnis von Dias bleiben – aber es war suboptimal. Drei Löwen tauchten aus dem Nichts vor dem Stuttgarter Vlachodimos auf und da half sicher die gute Keeper-Ausbildung in den deutschen Jugend-Nationalteams bis zur U21, dass der "schwäbische Grieche" direkt drei Galatasaray-Angreifer alt aussehen ließ. Das war eine fette Chance für das Heimteam.

Schiedsrichter Jesus Gil Manzano aus Spanien mit dem Spiel: Ich sehe was, was du nicht siehst

Nur zwei Minuten nach der Monsterschance direkt der nächste Kracher für Cimbom. Flanke von der rechten Seite, Diagne semmelte unter die Kugel, erreichte mit dem Querschläger Onyekuru, doch der kriegte aus sechs Metern das Runde nichts in Eckige – wobei man sagen muss, ein Verteidiger ging noch dazwischen. In der 27. Minute dann der "große Auftritt" von Schiedsrichter Jesus Gil Manzano aus Spanien. Flanke in die Galatasaray-Box, der Brasilianer Marcao bewegte sich zur Kugel, die dann aber die Schulter und ein kleines Stück vom Arm traf. Trotzdem kam der Pfiff des Spaniers und das muss man so nicht wirklich nachvollziehen können. Die Chance ließ sich der Argentinier Salvio nicht vom Schlappen nehmen und stellte mit der Führung für Benfica das Spiel quasi auf den Kopf.


Fernando, Diagne und Feghouli versuchten sich zwar danach noch gegen Benfica, aber der Treffer hatte dem Team irgendwie den Schneid abgekauft und so ging es mit dem knappen Rückstand zum Wunden lecken in die Kabine.

Wie würde Galatasaray versuchen den Rückstand zu drehen?

Galatasaray steckte nicht auf, aber man merkte dem Team an, sie waren irgendwie gehemmt. Könnte ein Tor helfen das abzubauen? Das testete Nagatomo in der 54. Minute aus, als er eine feine Flanke in die Box der Portugiesen schlug. Winter-Neuzugang Luyindama schraubte sich gegen Ribeiro hoch, blieb Sieger und netzte die Kugel zum 1:1-Ausgleich in die Maschen. Ging da noch mehr? Doch statt nun richtig herzhaft nachzusetzen und dann die zweite Hütte zu machen, agierte Cimbom wieder eher verhalten. Als könnten sie ihr Glück nicht wirklich fassen.


Und das ist es, was du bei einem abgezockten Team wie Benfica nie tun solltest, denn denen reicht die eine geniale Einzelaktion. Die kam dann in der 64. Minute. Blitzsauberer Pass auf den Schweizer Seferovic, der bis 2017 für die Frankfurter Eintracht kickte und dabei 16 Buden knipste. Der ließ dann Marcao recht lässig stehen und nagelte das Dingen aus rund zehn Metern in die Bude von Muslera, dass dem Hören und Sehen verging – 1:2 aus Sicht von Galatasaray und die zweite Auswärtshütte von Benfica.

Könnte Galatasaray nochmals ausgleichen?

Galatasaray steckt nicht auf, kam auch immer wieder zu Halbchancen, aber die Bälle weigerten sich beharrlich, ins Netz des Gegners zu trudeln. So konnte dann Benfica einen Sieg und zwei Auswärtstore mit nach Portugal nehmen und das Rückspiel in Lissabon wird damit für Galatasaray zur "Mission Impossible". Da müssen die Mannen von Trainer Fatih Terim richtig einen raushauen, wollen sie das noch drehen und weiter auf der europäischen Bühne bleiben.

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