Symbolbild: epa/Olivier Hoselt

Belgien entzieht sechs Kämpfern in Syrien den Pass

3.1.2020 0:47 Uhr

Sechs abgetauchte Syrienkämpfer mit doppelter Staatsbürgerschaft haben ihre belgische Staatsangehörigkeit verloren. Das entschied ein Berufungsgericht in Brüssel, wie aus Bekanntmachungen der Justiz vom Donnerstag hervorgeht.

Die Männer seien bereits im Februar 2015 als Anhänger der Organisation Sharia4Belgium in Abwesenheit verurteilt worden, berichteten mehrere flämische Zeitungen. Mit dem jüngsten Urteil habe die belgische Justiz erstmals die neue gesetzliche Möglichkeit genutzt, Abwesenden die Staatsangehörigkeit abzuerkennen, schrieb die Zeitung "Het Laatste Nieuws".

Die meisten sind in Marokko geboren

Die sechs Syrienkämpfer im Alter zwischen 26 und 33 Jahren hätten neben der belgischen auch die marokkanische Staatsbürgerschaft und seien im Ausland geboren, schrieb "Het Laatste Nieuws" weiter. Weil sie laut "De Morgen" 2012 beziehungsweise 2013 nach Syrien abgereist und auch seit ihrer Verurteilung vor knapp fünf Jahren nicht mehr aufgetaucht waren, konnte das Gericht ihnen den Beschluss zur Aberkennung der Staatsangehörigkeit nicht zustellen. Deshalb veröffentlichte die Justiz am Donnerstag etliche Zeitungsanzeigen mit der Mitteilung. Drei der sechs Betroffenen sollen inzwischen gestorben sein - vermutlich bei Kämpfen in Syrien.

(an/dpa)

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