epa/Jim Lo Scalzo

Beim Iran-Konflikt geht es nicht um Öl

24.6.2019 15:50 Uhr

Im Konflikt mit dem Iran gehe es nicht um Öl, sondern um Atomwaffen, das bekräftigte Donald Trump. „Die US-Aufforderung an den Iran ist sehr einfach - keine Atomwaffen und keine weitere Förderung von Terror“, schrieb Trump am Montag auf Twitter. Die USA seien als „größter Energieproduzent auf der Welt“ nicht auf Öllieferungen über die Schifffahrtswege in der Region angewiesen.

China, Japan „und viele andere Länder“ bezögen dagegen große Teile ihres Öls von dort.

Iran und die Straße von Hormus

„Warum schützen wir also diese Schifffahrtswege für andere Länder (viele Jahre) für null Kompensation? Alle diese Länder sollten ihre eigenen Schiffe auf einer Reise schützen, die schon immer gefährlich war“, schrieb Trump weiter.

In der eskalierenden Krise mit dem Iran ist die Sorge gewachsen, dass die Führung in Teheran die Straße von Hormus blockieren könnte - eine der wichtigsten Seestraßen überhaupt. Sie verbindet die ölreiche Golfregion mit dem offenen Meer.

Über die Strecke läuft ein großer Teil des weltweiten Öltransports per Schiff. Am 13. Juni hatten Angriffe auf zwei Öltanker in der Region die Spannungen den USA und dem Iran erheblich angeheizt. Trump machte den Iran verantwortlich. Die Führung in Teheran wies das zurück. Am Donnerstag vergangener Woche schoss der Iran dann eine US-Drohne in der Gegend ab. Die USA bereiteten als Reaktion einen militärischen Angriff vor, den Trump nach eigenen Angaben kurz vorher stoppte.

(an/dpa)

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