Symbolbild: epa/Ghulamullah Habibi

Bei Luftangriffen sechs Kinder getötet

22.7.2019 18:20 Uhr

Am Montag sind bei einem Luftangriff mindestens neun Zivilisten in einem Nomadenzelt in Ostafghanistan getötet worden. Mindestens sechs Menschen seien verletzt worden, sagte die Provinzrätin Huma Ahmadi.

Im Bezirk Baraki Barak in der Provinz Logar sei ein Zelt von Kuchi-Nomaden getroffen worden. Unter den Getöteten seien sechs Kinder. Der Bezirk befinde sich bis auf das Zentrum unter Kontrolle der radikalislamischen Taliban, sagte Ahmadi. Die Kuchi sind die Nomaden Afghanistans. Sie gehören überwiegend der paschtunischen Volksgruppe an.

Anzahl der Luftangriffe gestiegen

Die Zahl der getöteten Zivilisten durch Luftangriffe ist in den vergangenen Monaten signifikant gestiegen. Nach Angaben der UN-Mission in Afghanistan (Unama) wurden im 1. Quartal 2019 bei 43 Luftoperationen 145 Zivilisten getötet. Das entspricht rund einem Viertel aller in Afghanistan getöteten Zivilisten. 39 dieser Luftangriffe und 140 getötete Zivilisten wurden den internationalen Luftstreitkräften zugerechnet. Auch die noch im Aufbau befindliche afghanische Luftwaffe fliegt Angriffe.

Insgesamt gab es bei Operationen regierungstreuer Truppen im 1. Quartal mehr Todesopfer als bei Angriffen und Anschlägen von Aufständischen.

(an/dpa)

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