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Begriff "Migrationshintergrund" soll abgeschafft werden

21.1.2021 13:33 Uhr

Der Begriff "Migrationshintergrund" wird in Deutschland oft benutzt. Damit soll jetzt aber Schluss sein. Eine von der Bundesregierung ins Leben gerufene Expertenkommission hat sich zwei Jahre mit dem Thema beschäftigt und empfiehlt in ihrem Abschlussbericht, das Wort in der Form nicht mehr zu benutzen. Stattdessen soll zukünftig von "Eingewanderten und ihren Nachkommen", gesprochen werden.

Annette Widmann-Mauz, Integrationsbeauftrage der Bundesregierung, erklärte, dass der Begriff "Migrationshintergrund" vor 15 Jahren in die Statistik eingeführt wurde und zu einem gängigen Wort in der deutschen Sprache geworden sei. In Deutschland lebten derzeit rund 21 Millionen Menschen mit ausländischen Wurzeln, von denen sich viele durch den Begriff benachteiligt fühlen, weil immer der Lebens-Hintergrund betont werden würde, so Widmann-Mauz.

"Neue Perspektiven" gefragt

Insgesamt hat die 25-köpfige Kommission einen 280 Seiten langen Bericht mit 14 Kernbotschaften aus Sprache, Wohnen, Arbeit und Gesellschaft Bundeskanzlerin Angela Merkel übergeben. "Wir alle können und müssen unsere Einwanderungsgesellschaft gemeinsam gestalten", sagte der Kommissionvorsitzende Ashok Sridharan. Die Co-Vorsitzende Derya Caglar ergänzte, dass "mit neuen Perspektiven auf die uns bekannten Herausforderungen bei der Integration" geschaut werden müsse. Einige der Kommissionsempfehlungen bräuchten "einen langen Atem", bei anderen müssten "gar nicht so viele Stellschrauben bewegt werden".

(bl)

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