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Befreiter Oppositionsführer findet Zuflucht in spanischer Botschaft

1.5.2019 11:22 Uhr

Nach seiner Befreiung durch zur Opposition übergelaufene Soldaten, fand Leopoldo Lopez zunächst in der chilenischen Botschaft Zuflucht. Nun sei er jedoch Gast der spanischen Botschaft. Der Machtkampf um Venezuela wird derweil immer heftiger.

Im Machtkampf in Venezuela hat der am Dienstag befreite Oppositionsführer Leopoldo López nun Schutz in der spanischen Botschaft in Caracas gesucht. Lopez, seine Frau Lilian Tintori und seine Tochter seien Gäste des spanischen Botschafters Jesus Silva Fernández, berichtete die spanische Zeitung "El País" am Mittwoch unter Berufung auf die Regierung in Madrid. Der chilenische Außenminister Roberto Ampuero bestätigte den Wechsel des Zufluchtsorts.

Lopez hatte sich am Dienstag zunächst in der chilenischen Botschaft aufgehalten, bevor er nun in der spanischen Vertretung Zuflucht suchte. Ampuero twitterte, beim Wechsel in die spanische Vertretung habe es sich um eine persönliche Entscheidung des Politikers gehandelt, da sich in der chilenischen Vertretung bereits Gäste befänden.

"Diplomatische Schwierigkeiten"

Am frühen Dienstagmorgen hatten zur Opposition übergelaufene Soldaten López aus dem langjährigen Hausarrest befreit. Der Gründer der Oppositionspartei Voluntad Popular saß seit 2014 in Haft. Die Situation bringe Spanien in "diplomatische Schwierigkeiten", schrieb "El País". Das Land habe weiter Beziehungen zur Regierung von Präsident Nicolás Maduro, obwohl es Parlamentspräsident Juan Guaidó als Interimspräsidenten anerkannt habe.

(be/dpa)