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Befragung: Deutschland hinkt in Sachen Freundlichkeit hinterher

11.3.2019 10:21 Uhr

Eine internationale Online-Befragung zeigt: Die Menschen in Deutschland sind von der Freundlichkeit ihrer Mitbürger nicht sonderlich beeindruckt. Die Daten der Online-Befragung durch das Basel Institute of Commons and Economics belegen zudem noch etwas, die von den Forschern um den Soziologen Alexander Dill erhoben wurden: Einen kausalen Zusammenhang zwischen Frieden, Wohlstand und Freundlichkeit gibt es nicht.

Die Befragten waren aufgerufen, auf einer Skala von 1 (niedrig) bis 10 (hoch) anzukreuzen, wie sie die Freundlichkeit der Menschen in ihrem Land einschätzen. Für Deutschland und Italien ergab sich dabei jeweils ein Durchschnittswert von 6,5 Punkten. Extrem freundlich schätzen dagegen die Bewohner der Zentralafrikanischen Republik ihre Landsleute ein. In dem von Armut und Konflikten geprägten Land liegt der Freundlichkeits-Wert bei rekordverdächtigen 8,9 Punkten.

Wer nun aber meint, ein bewaffneter Konflikt lasse die Menschen in Dörfern und Nachbarschaften automatisch näher zusammenrücken, irrt, wie ein Blick auf andere Konfliktregionen zeigt. Im Jemen (6,6) und im Süd-Sudan (5,0) schätzen die Befragten die Freundlichkeit ihrer Mitbürger niedriger ein.

Das Basel Institute of Commons and Economics ist als Partner für die UN-Nachhaltigkeitsziele registriert. Zu den 17 Zielen, die in 2015 vereinbart wurden, zählen Armutsbekämpfung, Geschlechtergerechtigkeit und Klimaschutz.

(gi/dpa)