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Bedelli ve dövizle askerlik - Was man über die türkische Militär-Freikaufsregelung wissen muss

22.11.2018 12:16 Uhr, von Ayhan Can

In Deutschland lebende Türken, die nach türkischem Militärdienstgesetz wehrpflichtig sind, haben das Recht von der ''Freikaufsregelung'' Gebrauch zu machen. Vorausgesetzt ist eine schriftliche Antragstellung beim zuständigen Konsulat. Jedoch steigt die Zahl der militärpflichtigen Türken, deren Anträge nicht angenommen werden, täglich an. Als Grund dafür wird eine neue gesetzliche Regelung angegeben.

Neues Gesetz in Kraft getreten

Am 3. August 2018 wurde das Gesetz mit der Nummer 7146 im türkischen Amtsblatt veröffentlicht. Das am gleichen Tag in Kraft getretene Gesetz sieht neue Regelungen zur Militärdienstpflicht von Auslandstürken vor. ''Türkische Staatsbürger, die mindestens drei Jahre ihren gewöhnlichen Wohnsitz im Ausland haben, werden gegen eine einmalige Zahlung in Höhe von 2000 Euro zum Zeitpunkt der Antragstellung als 'Militärdienst geleistet' anerkannt. Sie nehmen außerdem an einer militärischen Fernunterweisung teil. Umfang und Inhalt der Unterweisung werden vom türkischen Verteidigungsministerium festgelegt.''

Erwähnung in der Fußnote

Nach Recherche von Hurriyet.de liegen bis heute die Unterweisungsinhalte des türkischen Verteidigungsministeriums in den Konsulaten nicht vor. Es gibt bisher nur eine schriftliche Mitteilung des türkischen Konsulats in Frankfurt vom 30. Oktober 2018. Allerdings bezieht sich dieser haupsächlich auf die ''Freikaufsregelung'' für die in der Türkei ansässigen wehrpflichtigen Staatsbürger dieses Landes. Lediglich in der Fußnote dieser Mitteilung wird Bezug auf die Auslandstürken genommen. Darin heißt es: ''Anträge bezüglich der Freikaufsregelung aus dem Ausland können derzeit aus technischen Gründen nicht angenommen werden. Wann erneut die Militärdienstanträge gestellt werden können, wird noch bekanntgegeben.“

(AC)

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