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BDK für härten Umgang mit Clans

10.1.2019 14:54 Uhr

Einen Kraftakt gegen kriminelle Clans hat nun der Vorsitzende des Bunds Deutscher Kriminalbeamter, Sebastian Fieder, gefordert. "Zweifelsfrei ist die Clankriminalität in all ihren Facetten ein Paradebeispiel für völlig misslungene Integration", sagte Fiedler der Zeitung "Die Welt". Es werde Jahre dauern, um diese Kriminalität ansatzweise in den Griff zu bekommen.

Solche spektakulären Straftaten wie den Raub einer Goldmünze aus dem Berliner Bode-Museum seien mittlerweile nicht mehr ungewöhnlich bei Clanfamilien in Deutschland. Der Staat, der sie beheimatet, werde "hemmungs- und skrupellos als Markplatz für kriminelle Taten betrachtet", sagte Fiedler. Nötig seien qualifizierte Kriminalisten, die mit langem Atem über einen langen Zeitraum in Ermittlungskommissionen ausschließlich die Kriminalität einzelner Clans bekämpften. Dieses Personal stehe aber nicht im Ansatz in ausreichender Anzahl zu Verfügung.

Diebstahl im Bode-Museum

Rund 22 Monate nach dem Diebstahl einer hundert Kilogramm schweren Goldmünze aus dem Berliner Bode-Museum müssen sich die vier mutmaßlichen Haupttäter seit Donnerstag vor Gericht verantworten. Die drei miteinander verwandten Angeklagten Ahmed R., Wayci R. und Wassim R. sollen Ende März 2017 die Sonderprägung "Big Maple Leaf" mit einem Verkaufswert von 3,75 Millionen Euro gestohlen haben. Der damals als Wachmann im Museum arbeitende Denis W. soll das Trio zuvor mit Informationen versorgt haben. Der Verbleib der Münze ist ungeklärt.

Zum Auftakt des Prozesses bestritt Verteidigung eine Tatbeteiligung der vier Angeklagten. Die Ermittlungen der Polizei hätten "keinen einzigen durchgreifenden Beweis hervorgebracht".

Das Bild zeigt ein Graffiti des erschossenen Clan-Mitglieds Nidal R. am Tatort in Berlin. Anm. d. Red.

(an/afp)

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