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Bayern will auch Tiertransporte in die Türkei einschränken

13.3.2019 14:11 Uhr

Tiertransporte stehen nicht erst seit "gestern" in der Kritik. Mehr als 900.000 Rinder und über 2,6 Millionen Schafe und Ziegen werden teils über mehrere Tage in Nicht-EU-Staaten geliefert. Das will Bayern nun unterbinden und den Tiertransport in 17 Länder, zum Beispiel auch die Türkei, massiv einschränken. Nur unter sehr strikten Voraussetzungen will das Bundesland derartige Transporte noch durchgeführt sehen.

Bayern will Tiertransporte in bestimmte Staaten künftig erheblich einschränken. Das Münchner Umweltministerium teilte mit, es habe eine entsprechende Liste mit derzeit 17 Staaten außerhalb der EU erarbeitet. Tiertransporte dorthin seien tabu - außer es werde lückenlos nachgewiesen, dass deutsche Tierschutzstandards eingehalten werden.

Auf der Liste stehen:

  • Ägypten,
  • Algerien,
  • Armenien,
  • Aserbaidschan,
  • Irak,
  • Iran,
  • Kasachstan,
  • Kirgistan,
  • Libanon,
  • Libyen,
  • Marokko,
  • Syrien,
  • Tadschikistan,
  • Türkei,
  • Tunesien,
  • Turkmenistan und
  • Usbekistan.

Bayerns Umweltminister Thorsten Glauber (Freie Wähler) erklärte am Mittwoch, er hoffe, dass sich nun möglichst viele Bundesländer diesem Schritt anschließen. "Tierschutz endet nicht an der Landesgrenze." Auch im Bund will der Freistaat auf eine einheitliche Lösung dringen. "Zusammen mit dem Bund werden wir klären, ob in diese Drittstaaten überhaupt noch Tiertransporte stattfinden sollen", sagte der Minister. Er kündigte einen Antrag Bayerns zum Tierschutz bei Tiertransporten für die Agrarministerkonferenz im April in Landau in der Pfalz an.

(ce/dpa)