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Bayern mit Torgala gegen Mainz

31.8.2019 17:41 Uhr

Die Partie des Rekordmeisters FC Bayern München und dem Gast FSV Mainz 05 stand ganz unter dem Zeichen des Debüts von Philippe Coutinho vor heimischem Publikum. Und das wollten die Mainzer ihm gründlich versauen, denn die Gäste führten schnell mit 0:1. Doch dann drehte der Double-Gewinner des letzten Jahres auf und legte den Mainzern noch sechs Eier ins Nest. Beim 6:1-Sieg trafen mit Benjamin Pavard und Ivan Perisic auch zwei Neuzugänge. Nur Coutinho wartet noch auf seinen ersten Treffer in der Bundesliga.

Coutinho durfte wie Perisic nach den Joker-Einsätzen auf Schalke (3:0) erstmals von Beginn an ran und zeigte bis zu seiner Auswechslung vielversprechende Ansätze. An einem Tor war der Brasilianer, der den Platz von Thomas Müller in der Anfangsformation eingenommen hatte, aber nicht beteiligt. Müller kam für ihn, Perisic wurde von Alphonso Davies abgelöst (beide 67.).

Boetius schockte die Bayern früh

Jean-Paul Boetius (6.) brachte mutige und defensiv lange geschickte Gäste überraschend in Führung. Die Bayern brauchten eine halbe Stunde, bis sie sich von diesem Schock erholt hatten. Dann wendeten Pavard auf Perisic-Vorlage (36.) und David Alaba (45.) per Traumfreistoß das Blatt. Perisic sorgte per Kopf für die Vorentscheidung (54.). Mainz mit dem in der 56. Minute eingewechselten Rückkehrer Adam Szalai blieb aber gefährlich. Erst Kingsley Coman (64.) brach den Widerstand endgültig. Robert Lewandowski mit seinem sechsten Saisontor (78.) und Davies (80.) stellten den Endstand her.

"Er ist gut drauf, er kommt gut in der Mannschaft an. Ich glaube, dass genau die richtige Atmosphäre da ist, damit er sein Können zeigt", sagte Trainer Niko Kovac bei Sky über Coutinho. Der neue Superstar schickte vor dem Anpfiff ein Küsschen und ein Herz zu seinen Lieben auf die Tribüne - und tat dann genau das: Mit feinem Pass setzte er Lewandowski in Szene, der Pole aber vergab (4.).

Mainz zerfiel in der zweiten Hälfte

Allerdings fehlten Coutinho wie Perisic aufgrund der knappen Eingewöhnungszeit in mancher Szene noch das Verständnis für die neuen Mitspieler. Zudem deckte Mainz im Mittelfeld eng am Mann und bereitete den Bayern um den mitunter temposchwachen Sechser Joshua Kimmich dort mit variablem Positionsspiel Probleme.

Gleich der erste Angriff der Gäste brachte die Führung, weil zwei Münchner patzten: Alaba ließ Ronael Pierre-Gabriel unbedrängt flanken und Pavard war nicht eng genug bei Boetius, der per Kopf vollstreckte. Pavards Ausgleichstreffer per sehenswertem Seitfall-Aufsetzer ging ein Stellungsfehler des Mainzers Aaron Martin voraus.

Nach Alabas Führungstor war das Münchner Selbstvertrauen zurück, Perisic erhöhte nach Pavards Flanke. Der Mainzer Torwart Florian Müller sah dabei nicht gut aus. Nach Comans 4:1 zerfiel Mainz immer mehr in seine Einzelteile.

(ce/afp)

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