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Bauernverband will Bejagung von Wölfen

5.12.2019 15:15 Uhr

Der Deutsche Bauernverband fordert angesichts der deutlich gestiegenen Zahl von Nutztieren, die durch Wölfe verletzt oder getötet wurden, die Bejagung der Raubtiere.

Andernfalls werde die Haltung von Schafen, Rindern oder Pferden auf Weiden unmöglich gemacht, sagte Bauernpräsident Joachim Rukwied der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (NOZ) vom Donnerstag.Rukwied reagierte damit auf aktuelle Zahlen der Dokumentations- und Beratungsstelle des Bundes zum Thema Wolf (DBBW). Demnach wurden im vergangenen Jahr bundesweit 2067 Nutztiere - überwiegend Schafe - von Wölfen getötet oder verletzt. Im Jahr davor waren es 1667 gewesen.

Ausgleichszahlungen von 232.000 Euro

Weidetierhalter können Ausgleichszahlungen für getötete Tiere beantragen. Laut DBBW zahlten die Bundesländer etwa 232.000 Euro aus. Mit rund 2,4 Millionen Euro wurden Präventionsmaßnahmen wie Zäune gefördert. Dies reiche jedoch nicht aus, sagte Rukwied der "NOZ". "Die Antwort kann nicht ein Wettrüsten beim Herdenschutz mit immer höheren Zäunen sein, sondern muss ein aktives und konsequentes Management des Wolfsbestands sein. "Das DBBW hatte zuvor mitgeteilt, dass mittlerweile 105 Wolfsrudel in Deutschland leben. Hinzu kommen 25 Wolfspaare und 13 Einzelwölfe.

Problemwolf in Niedersachsen

In Niedersachsen ist ein Problemwolf zum Abschuss freigegeben, der mehrfach Nutztiere riss. In dem Bundesland wurden laut Dokumentationsstelle mit fast 500 am meisten Nutztiere verletzt oder getötet. Auch in Sachsen und Brandenburg gab es mehr als 400 betroffene Nutztiere.Die FDP-Fraktion im Bundestag erneuerte ihre Forderung, die bislang strengstens geschützten Wölfe ins Jagdrecht aufzunehmen. "Es ist Zeit, dass die Kuscheltierromantik beim Wolf aufhört und die Probleme einer wachsenden Population nüchtern betrachtet werden", erklärte der jagdpolitische Sprecher Karlheinz Busen am Donnerstag.

(be/afp)

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