Hürriyet

Barbie bringt Puppe von armloser Nationalschwimmerin Sümmeye Boyaci raus

4.3.2020 22:16 Uhr

Im Rahmen ihrer "Barbie celebrates Role Models" (Barbie feiert Vorbilder) Serie bringt Mattel eine Barbie heraus, die der türkischen Nationalschwimmerin Sümmeye Boyaci gewidmet ist.

Die 17-Jährige wurde aufgrund einer angeborenen Fehlbildung ohne Arme und mit einer Hüftdysplasie geboren. Doch davon ließ sich Sümmeye nicht abhalten – und ist gleich in zwei Bereichen äußerst erfolgreich: Sümmeye ist nicht nur eine begnadete Künstlerin, die bereits im Alter von sechs Jahren eine eigene Ausstellung ihrer Wasserfarbenbilder in Moskau hatte, sondern auch als Schwimmerin im türkischen Nationalteam erfolgreich.

Barbies Vorbilder

In den letzten Jahren hat sich Barbie sehr verändert: weg vom leeren Blondchen hin zur Puppe, die Mädchen und Jungs träumen lässt. Und im Zuge der Diversität legt man bei Mattel besonderen Wert darauf, Puppen zu produzieren, von denen sich jeder angesprochen fühlt. Ob Barbies mit Vitiligo, Ken mit einer wallenden Langhaarfrisur oder eben besondere Sportlerinnen wie Sümmeye Boyaci oder die nach einem Fahrradunfall im Rollstuhl sitzende Kristina Vogel, Barbie möchte junge Mädchen dazu inspirieren, ihren Träumen zu folgen – egal wie herausfordernd auch scheinen mögen.

Inspiration für junge Mädchen

Mit Puppen wie der von Sümmeye Boyaci sollen junge Mädchen ihr eigenes Potenzial erkennen und auch entgegen Vorurteilen ihren Weg gehen. Für Sümmeye ist ihre eigene Barbie etwas ganz Besonderes: "Ich habe vielleicht keine Arme, aber dafür habe ich unsichtbare Flügel", erzählt sie stolz.

Mit 17 bereits Goldmedaillen-Gewinnerin

Sümmeye Boyaci kam auf die Idee zu schwimmen, nachdem sie Fische in einem Aquarium beobachtete – schließlich haben Fische auch keine Arme, dachte sich die damals Fünfjährige und begann in ihrer Heimatstadt Eskisehir zu trainieren.

2016 holte sie sich bei den 30. Internationalen Deutschen Meisterschaften im 50m-Rückenschwimmen die Goldmedaille, Bei den Paralympischen Spielen 2016 in Brasilien ging Sümmeye zwar leer aus, konnte sich aber sowohl bei den 2018er World Para Swimming European Championships als auch bei den 2019er World Para Swimming World Series die Goldmedaille im Rückenschwimmen erkämpfen. Momentan trainiert die 17-Jährige für die Olympischen Spiele in Japan.

(Berna Ehrhardt)

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