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Bangladesch: Mutmaßlicher Flugzeug-Entführer erschossen

24.2.2019 23:12 Uhr

Spezialkräfte in Bangladesch haben am Sonntag eine Passagiermaschine gestürmt und einem mutmaßlichen Flugzeug-Entführer erschossen. Der Mann habe eine Pistole bei sich gehabt, so ein Armeesprecher.

Die 134 Passagiere an Bord und 14 Besatzungsmitglieder blieben unverletzt. Der 25 oder 26 Jahre alte Mann aus Bangladesch hatte offenbar versucht, das Flugzeug der nationalen Fluggesellschaft Biman nach dem Start in der Hauptstadt Dhaka in seine Gewalt zu bringen. "Nur zehn Minuten nach dem Start hat er zwei Mal geschossen", erzählte ein Passagier später Journalisten. Das Flugzeug auf dem Weg nach Dubai in den Vereinigten Arabischen Emiraten war dann auf dem Airport der Hafenstadt Chittagong im Südosten des Landes notgelandet.

Forderung nach Gespräch mit dem Regierungschef

Nach Angaben der Sicherheitskräfte, die Kontakt zu ihm aufnehmen konnten, wollte der Mann mit dem Regierungschef von Bangladesch sprechen. Während der Verhandlungen wurde dann der Einsatz der Spezialkräfte vorbereitet. Die Aktion dauerte weniger als zehn Minuten. "Unser Kommando forderte den Entführer auf, aufzugeben, aber er weigerte sich und wurde aggressiv und wurde erschossen", sagte Armeesprecher Motiur Rahman. "Wir fanden eine Pistole bei ihm, sonst nichts." Zuvor hatte es geheißen, der Mann sei möglicherweise geistig verwirrt und behaupte, er habe eine Bombe.

Abgeriegelter Flughafen

Der Flughafen wurde von der Armee und Elitepolizisten abgeriegelt. Das Flugzeug wurde nach dem Einsatz durchsucht und dann für den Weiterflug freigegeben.In dem mehrheitlich muslimischen Bangladesch haben einheimische Extremisten in den vergangenen Jahren wiederholt Anschläge verübt. Im Jahr 2016 wurden 22 Menschen, darunter 18 Ausländer, in einem Café in Dhaka getötet. Die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) reklamierte den Anschlag für sich.

(be/afp)

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