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Bürgermeister wehrt sich gegen Abschiebezentrum

21.11.2019 9:38 Uhr

Die Regierung in Athen plant die überfüllten Registerlager auf den östlichen Inseln der Ägäis zu schließen. Dafür sollen neue geschlossene Abschieblager für mehr als 5.000 Migranten gebaut werden. Nun hat der Bügermeister der Insel Samos Widerstand gegen die Pläne angekündigt.

"Es kann nicht sein, dass wir hier eine ganze Stadt mit Migranten haben", sagte Georgios Stantzos der Deutschen Presse-Agentur am Donnerstagmorgen. Falls die Regierung in Athen auf den Plänen bestehe, wolle er zurücktreten.

Erst dafür, dann dagegen

Stantzos hatte sich ursprünglich für die neuen Maßnahmen Athens ausgesprochen - allerdings unter anderen Vorzeichen, wie er jetzt klarstellte. "Die Rede war nicht von einem Lager mit 5.000 und mehr Migranten." Ursprünglich habe ihm die Regierung in Athen gesagt, es solle lediglich ein Lager mit bis zu 1.200 Plätzen entstehen.

Neben dem neuen Lager auf Samos sollen auch auf Lesbos und Chios neue Zentren gebaut werden - für jene Migranten, die keine Aussicht auf Asyl haben und zügig zurück in ihre Herkunftsländer geschickt werden sollen. Die Bürgermeister der Inseln befürchten jedoch, dass dieser Prozess nicht schnell genug voran kommt, während weiterhin Tag für Tag Migranten illegal von der Türkei aus übersetzen. Allein von Mittwoch- bis Donnerstagmorgen gab es auf den Inseln nach Angaben des griechischen Staatsradios (ERT) rund 600 Neuankünfte.

(an/dpa)

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