epa/Daniel Dal Zennaro

Bündnis der Nationalisten ohne einheitliches Programm

14.4.2019 11:43 Uhr

Die neue Allianz von Rechtspopulisten legen kein gemeinsames Programm für den Europawahlkampf. "Wir gehen nicht mit einem gemeinsamen Programm in die Europawahl, das Projekt ist noch im Entstehen", sagte der AfD-Vorsitzende Jörg Meuthen der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung".

"Jeder fährt seine nationale Kampagne und versucht, so viele Stimmen wie möglich zu holen."

Auch Marine Le Pen ist eingeladen

AfD-Chef Meuthen hatte die Allianz am Montag in Mailand gemeinsam mit dem Chef der italienischen Lega, Matteo Salvini, aus der Taufe gehoben. Bislang sind neben AfD und Lega auch die österreichische FPÖ, die Partei Die Finnen und die Dänische Volkspartei dabei. Sie wollen nach der Europawahl Ende Mai gemeinsam eine neue Fraktion im Europaparlament bilden.

Meuthen sagte, er rechne stark damit, dass sich in Kürze auch Marine Le Pen mit ihrer Partei dem neuen Bündnis anschließe. Die französische Rechtspopulistin war bei dem Termin in Madrid nicht dabei gewesen. Meuthen sagte: "Wir sollten uns so weit wie möglich öffnen. Wenn es optimal läuft, können wir sogar die zweitstärkste Gruppe im Parlament werden." Die rechtspopulistischen und europaskeptischen Parteien sind derzeit auf drei Fraktionen im Europaparlament aufgespalten.

(an/dpa)