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Bananenblätter vs. Plastik: Thai-Supermarkt stellt um

26.3.2019 13:37 Uhr

Rückkehr zu Methoden aus alten Zeiten: Im Supermarkt "Rimping" der nordthailändischen Stadt Chiang Mai wird das Obst und Gemüse jetzt wieder in Bananenblätter eingepackt, wie das früher üblich war.

Im Unterschied zu Plastiktüten vermodern die Blätter dann irgendwann auf natürliche Weise, wenn sie nicht mehr gebraucht werden. Bananenblätter sind in dem südostasiatischen Königreich weit verbreitet, auch in der Küche.

Thailand ist einer der größten Verursacher von Plastikmüll

Geschäftsführer Atitarn Srisa-nga sagte der dpa am Dienstag, der Verzicht auf Plastik gehöre zu einer "grünen Initiative". "Die Sachen werden dann zwar etwas schneller alt, aber wir kehren trotzdem nicht zu Plastik zurück." Thailand ist weltweit einer der größten Verursacher von Plastikmüll. Nach einer Studie der Umweltschutzorganisation Greenpeace produziert das Land pro Jahr mehr als eine Million Tonnen. In einer weltweiten Statistik der schlimmsten Ozean-Verschmutzer liegt es auf Platz sechs.

Oft gibt es Plastik sogar doppelt und dreifach: Bananen zum Beispiel sind in Supermärkten normalerweise mit Plastikband verklebt und in einer Plastiktüte verpackt. An der Kasse gibt es dann eine weitere Tüte. Ein Großteil des Mülls landet einfach auf der Straße. Asien-Kenner erklären dies auch damit, dass vor allem ältere Thai es gewohnt sind, Verpackungen einfach wegzuschmeißen - so wie in früheren Zeiten Bananenblätter.

(gi/afp)