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Bafög-Reform soll mehr Studenten locken

3.4.2019 0:37 Uhr

Die geplante Bafög-Reform soll den jungen Menschen die Angst vor einer Verschuldung während des Studiums nehmen, das hofft zumindest der stellvertretende Vorsitzende der Unionsfraktion Arnold Vaatz. Er hoffe, "dass die Hemmung zu studieren wegen der drohenden Verschuldung" nachlasse mit der Änderung, sagte der CDU-Politiker am Dienstag in Berlin.

Dies sei bislang eine Hürde gewesen für viele junge Menschen. SPD-Chefin Andrea Nahles hofft mit der Reform eine Trendwende bei der zuletzt sinkenden Zahl der Bafög-Empfängern einzuleiten.

Erhöhung um 20 Euro

Der Grundbedarf für Studierende von derzeit 399 Euro solle sich ab dem Herbstsemester 2019 um 20 Euro erhöhen, sagte Vaatz. Die Mietzuschüsse für Studierende sollen laut Bafög-Novelle der Bundesregierung von derzeit 250 auf 325 Euro pro Monat steigen. Der Freibetrag der Eltern, der entscheidend für die Bafög-Berechtigung der Kinder ist, soll demnach von derzeit 1.715 Euro stufenweise auf 2.000 Euro bis 2021 steigen.

Am Freitag wird erstmals über die Bafög-Novelle von Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) im Bundestag debattiert. 2017 erhielten bundesweit rund 557 000 Studenten die staatliche Unterstützung. Das sind laut Deutschem Studentenwerk rund 18 Prozent aller Studierenden.