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Backpacking in der Türkei

15.1.2019 17:12 Uhr

Den Rucksack geschultert und los geht's? So einfach sollte man es sich beim Backpacking grundsätzlich nicht machen. Auch bei der Rucksackreise in die Türkei sind Information und Planung im Vorfeld wichtig.

Das Land hat sehr viel zu bieten, und insbesondere Istanbul, die Südküste und Kappadokien gewinnen mehr und mehr an Backpacker-Beliebtheit. Wer gut plant, erlebt nicht nur die Highlights, sondern spart auch Geld.

Günstig durch die Türkei

Eigentlich ist das Backpacking eine günstige Art zu Verreisen. Mit ca. 200 Türkischen Lira (TRY), umgerechnet etwa 32 Euro, kommt man gut über den Tag. Entscheidende Faktoren sind hierbei nicht nur das Reiseziel, sondern auch die individuellen Ansprüche an die Unterkunft und das Transportmittel. Mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist man natürlich günstiger unterwegs als im Taxi. Für diese Sparmaßnahme gilt es, sich im Vorfeld über die Verbindungen zu informieren. Für die Übernachtung bieten sich Hostels und Privatzimmer (z. B. über Airbnb buchbar) an. Unterkünfte in Hotels sind teurer, insbesondere gilt das für Hotels an der Südküste in der Hauptsaison. Im Frühjahr, Herbst und Winter kommt man auch in dieser Region für weniger Geld unter.

Für Imbisse, öffentliche Verkehrsmittel und andere kleinere Ausgaben sollte Bargeld vorhanden sein. Mit der EC-Kartekann es an fast allen türkischen, mit dem entsprechenden Logo versehenen Geldautomaten abgehoben werden. Daneben kann in der Türkei mit der Kreditkarte bezahlt werden.

Routenvorschlag für eine klassische Backpacking-Tour

3 Tage Istanbul: Hagia Sophia, Blaue Moschee, Galataturm, Bosporus-Rundfahrt, Stadtteil Kadiköy auf der asiatischen Seite, Shopping im Großen Basar

2 Tage Ankara: Zitadelle, Anitkabir, Haci Bayram Moschee und Haci Bayram Viertel, Altstadt

3 Tage Kappadokien: Heißluftballonfahrt, Höhlenstädte Derinkuyu und Kaymakli, Nationalpark Göreme, Festungsberge Uchisar und Ortahisar, Feenkamine, Ihlara Tal

2 Tage Taurusgebirge: Wanderungen, Besuch von Bergdörfern

2 Tage Adana: Gavurdere-Viadukt ("Skyfall-Brücke"), historische Seyhan-Brücke, Sabanci-Zentralmoschee, Altstadt und Shopping

2 Tage Mersin: Entspannung an scheinbar endlos langen Stränden

3 Tage Antalya: Yachthafen in Antalyas Altstadt Kaleici, Düden-Wasserfall, Ausgrabungsstätte Perge, Hadrianstor, Kloster der tanzenden Derwische

3 Tage Izmir: Kordon (Hafenpromenade), Kemeralti-Basar, Konak-Uhrturm, Ruinen von Ephesos, Curetes Street

Mit dieser Tour ist man drei Wochen in der Türkei unterwegs. Wer mehr Zeit hat, kann auf seiner Rucksackreise natürlich einen noch größeren Bogen ziehen und beispielsweise zusätzliche Abstecher in die Nationalparks der Provinzen Mugla sowie auf die Dilek-Halbinsel machen.

Aus Sicherheitsgründen gemieden werden sollten die Gegenden bzw. Städte und Provinzen, die im Osten des Landes in der Nähe der Grenzen zu Syrien und dem Irak liegen.

(Juliane Kobjolke)