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B-Elf der DFB-Frauen schlägt Titelverteidiger Norwegen

8.3.2020 0:35 Uhr

Die deutsche Frauen-Nationalmannschaft hat beim Algarve-Cup nach einer Rundum-Rotation mit einer Perspektivelf das Endspiel erreicht. Die auf sämtlichen Positionen in der Startformation im Vergleich zum 1:0-Auftaktsieg gegen Schweden veränderte Auswahl des Deutschen Fußball-Bundes bezwang im Estádio Municipal von Lagos Titelverteidiger Norwegen 4:0 (2:0). Damit trifft das Team von Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg im Finale am Mittwoch auf Neuseeland oder Italien. Die Tore erzielten Lea Schüller von der SGS Essen (21. Minute), die Potsdamerin Johanna Elsig (26.), Ingrid Engen per Eigentor (60.) und die als Spielführerin aufgebotene Marina Hegering aus Essen (71.).

Voss-Tecklenburg hatte ihr Team tatsächlich wie angekündigt einem Komplett-Umbau unterzogen. Dzsenifer Marozsán vom Champions-League-Sieger Olympique Lyon und die 18 Jahre alte Abwehrchefin Lena Oberdorf von der SGS Essen saßen zur Schonung nur auf der Tribüne. Dafür bestritten Nachwuchshoffnungen wie Sophia Kleinherne (1. FFC Frankfurt) oder Sydney Lohmann (Bayern München/beide 19 Jahre alt) ihre jeweils zweiten Länderspiele.

Furiose DFB-Elf nach Anfangsnervosität

Die anfängliche Nervosität legte die ungewohnt komponierte deutsche Elf aber schnell ab. Als Kleinherne den Ball in der eigenen Hälfte zu nahe am eigenen Strafraum fair ins Aus spielte, weil eine Norwegerin am Boden lag, rief Voss-Tecklenburg an der Seitenlinie: "Leute, hey, nach vorne raus." Schnell jedoch wich die Anspannung einer bemerkenswerten Unbekümmertheit und permanentem Offensivdrang.

Schüller hatte es bereits in der 8. Minute mit einem Heber versucht, der aber über das Tor ging. Wenig später war Norwegens Torhüterin Cecile Fiskerstrand aber nach einem langen Ball von Lena Lattwein und dem Abschluss der Essenerin Schüller ohne Abwehrchance. "Sie können Argumente für sich sammeln. Das sind die Spiele, in denen wir was sehen wollen für die Zukunft", hatte Voss-Tecklenburg gesagt.

Souveräne Vorstellung der DFB-Frauen

Ihre überraschende Rochade, die gelernte Hoffenheimer Offensivkraft Lattwein als Innenverteidigerin aufzubieten, ging jedenfalls auf. Mit langen Pässen vor allem auf die schnelle Schüller sorgte die 19-Jährige ständig für gefährliche Aktionen. Auf der anderen Seite dauerte es bis zur 49. Minute, ehe Torhüterin Laura Benkarth, die für Merle Frohms zwischen den Pfosten stand, einen Schuss von Norwegens sonst wirkungsloser Spielführerin Caroline Hansen abwehren musste.

Als Bayern-Spielerin Linda Dallmann mit einem Solo über den halben Platz einen Eckball herausholte und Engen diesen ins eigene Tor lenkte, war die Vorentscheidung gefallen. Doch die deutschen Frauen ließen weder bei Konzentration noch Kreativität nach. Hegering erhöhte auf 4:0 - und kurz darauf erlebte Laura Freigang vom 1. FFC Frankfurt noch ihre Nationalmannschafts-Premiere (73.).

(ce/dpa)

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