Hürriyet

Automobilzulieferer in der Türkei kämpfen gegen die Pandemie

25.11.2020 21:44 Uhr

In der Türkei hat die Automobilzuliefererindustrie mehrere Überstundenprogramme eingeführt, um die Produktion inmitten der Corona-Pandemie fortzusetzen, so die türkische Automobilzulieferer-Vereinigung (TAYSAD).

"Die Rate der infizierten Arbeitnehmer betrug in den letzten sieben Monaten 5,4", sagte TAYSAD-Präsident Kemal Yazici gegenüber Journalisten.

Rund 10.000 der 200.000 Beschäftigten in diesem Sektor hatten Kontakt zu Covid-19-Patienten. Damit befanden sie sich im obligatorischen Krankenstand, fügte er hinzu. Um die Produktion stabil zu halten, wurden neue Arbeitsregelungen eingeführt und die Beschäftigung um 5 Prozent erhöht, sagte er weiter.

Anstieg der Nachfrage erwartet

Laut einer aktuellen TAYSAD-Umfrage erwarten 32 Prozent der Automobilzulieferer in den folgenden drei Monaten einen Anstieg der Nachfrage. 45 Prozent der Befragten gehen von einer gleichbleibenden Nachfrage aus.

Da Großbritannien noch kein Handelsabkommen mit der EU geschlossen hat, haben viele europäische Firmen Autoteile in der Türkei gekauft, sagte Yazici.

Der Export konnte so 2020 rund 7,57 Milliarden Euro erreichen, 1,35 Milliarden Euro weniger als 2019. Insgesamt rechnet man mit einem Verlust von 2,86 Milliarden Euro in diesem Jahr.

(an)

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