Hürriyet

Automobilsektor in der Türkei schafft Arbeitsplätze

15.10.2020 8:04 Uhr

Trotz der Coronavirus-Pandemie haben die in der Türkei tätige Automobilunternehmen in diesem Jahr mehr Arbeitsplätze geschaffen, sagte Haydar Yenigün, Präsident des Verbands der Automobilhersteller (OSD).

"Der Hauptgrund für den Anstieg der Beschäftigung ist der Start neuer Modellpaletten durch diverse Unternehmen. Außerdem wurden im Rahmen der neuen Hygienemaßnahmen neue Stellen geschaffen", sagte er weiter.

Quote der Infizierten im Autosektor unter 2 Prozent

Im Automobilsektor liegt die Anzahl der Corona-Infizierten bei unter 2 Prozent, sagte er gegenüber Hürriyet. "Die Quote liegt deutlich unter dem Durchschnitt in der Türkei. Doch um das zu erreichen mussten neue Arbeitsplätze geschaffen werden."

Aus diesen beiden Gründen stieg die Zahl der Beschäftigten um 4 Prozent. Die Gesamtzahl der Beschäftigten im Automobilsektor und der Zuliefererindustrie liegt laut Schätzungen von KPMG bei 500.000.

Viele Autohersteller produzieren in der Türkei

In der Türkei lassen viele globale Automobilfirmen produzieren, darunter Renault, Ford, Toyota und Mercedes. Aber auch inländische Firmen wie BMC, Karsan und Temsa produzieren ihre Autos in der Türkei.

2019 exportierte die Türkei Automobile im Wert von 26,07 Milliarden Euro. Fast alle Automobilfabriken stellten im April und Mai den Geschäftsbetrieb ein, nachdem die Regierung strenge Maßnahmen gegen das Coronavirus verhängte.

In der Zeit von Januar bis September ging das Gesamtproduktionsvolumen des Automobilsektors um 19 Prozent zurück. Erst im September erholte sich die Produktion um vier Prozent.

Eine vollständige Erholung wird für die nächsten Wochen und Monaten nicht erwartet, sagte Yenigün. Grund sind die Störungen in den Lieferketten in Europa, dem wichtigsten Exportmarkt der Türkei. Deshalb haben die Fabriken in der Türkei ihre Lagerbestände auf ein Minimum reduziert. "Es wird mehr als ein paar Monate dauern, bis wir wieder auf den Beinen sind", fügte er hinzu.

Im September haben die Fabriken ihre Produktion wieder hochgefahren. "Die meisten unserer 14 Mitglieder haben mit maximaler Geschwindigkeit gearbeitet. Wir haben Schichtpläne, Lieferungen und Zeitpläne für den kommenden Zeitraum vereinbart. Wir werden in den nächsten drei Monaten eine hohe Kapazitätsauslastung verzeichnen."

(an)

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