Hürriyet

Auswirkungen der Dürre auf Wasserkraftwerke: Stromproduktion in Gefahr

9.12.2020 9:28 Uhr

Die Dürrekarte der türkischen Generaldirektion für Meteorologie zeigt, dass die Regionen am Schwarzmeer, Zentralanatolien sowie Ost- und Südostanatolien von "außergewöhnlicher" und "sehr schwerer" Dürre bedroht sind. Dies beeinflusst auch die Staudämme zur Stromerzeugung, besonders jene, die sich im Euphratbecken befinden.

Die wichtigsten Staudämme zur Stromerzeugung befinden sich in dieser Region: Keban, Karakaya und Atatürk. Die Keban-Talsperre, die sich rund 70 Kilometer westlich von Elazig in Ostanatolien befindet, kann dabei bis zu 1330 Megawatt an Strom erzeugen, bevor das Wasser weiter in die Karakaya-, Atatürk- und Birecik- Staudämme fließt.

Der Pegel sinkt

Der Maximalwasserstand im Keban Staudamm liegt bei 845 Meter, der minimale Wasserstand bei 820 Metern. Derzeit befindet sich der Füllstand bei rund 829 – 830 Metern. Fällt das Wasser unter den Minimalstand, müsste die Stromproduktion zumindest zeitweise ausgesetzt werden. Und wenn kein Wasser mehr vom Keban-Staudamm zu den Anderen fließen könne, würden auch hier die Pegel sinken.

Türkei befinden sich in Trockenperiode

Meteorologen erklärten, dass man in der Türkei einen Wechsel zwischen niederschlagsreichen und trockenen Phasen erkennen könne. Derzeit befinde sich das Land in einer dieser Trockenperioden, die eine Weile anhalten könne. Dabei käme es aber nicht auf die fehlenden Niederschläge in Regenform an, sondern den Schneefall im Winter. Denn erst durch das Schmelzwasser würden die Staudämme wieder aufgefüllt. Deshalb werden viele Klima-Experten die Schneefälle in der Türkei sehr genau beobachten.

(be)

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