Hürriyet

Ausweitung des Handelsabkommen zwischen Türkei und USA geplant

24.9.2020 14:45 Uhr, von Andreas Neubrand

Ein Handelsabkommen zwischen der Türkei und den USA soll den bilateralen Beziehungen neuen Schub verleihen. Das sagte nun die türkische Handelsministerin Ruhsar Pekcan bei der 38. amerikanisch-türkischen Konferenz.

Angestrebt wird ein Handelsvolumen der beiden Länder von 85 Milliarden Euro. Das haben im Juni 2019 der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan und US-Präsident Donald Trump beschlossen.

Strafzölle hindern türkische Unternehmen

Kritik äußerte sie an einigen US-Richtlinien, die türkische Unternehmen benachteiligen würden. Sie spielte damit auf zusätzliche Zölle auf Stahl und die Streichung der Türkei aus dem allgemeinen Präferenzsystem an.

"Wir glauben, dass diese im Widerspruch zu der gemeinsamen Vision der beiden Präsidenten steht. Auch läuft es meiner Arbeit mit Handelsminister Wilbur Ross zuwider", so Pekcan.

Robuste Infrastruktur der Türkei

Trotz der Krise ist das Handelsvolumen in den ersten acht Monaten 2020 um 3,5 Prozent gestiegen. In der Türkei sind rund 2.000 US-Firmen tätig und haben 10,8 Milliarden Euro im Land investiert. Im Gegenzug haben türkische Firmen 5,8 Milliarden Euro in den USA investiert.

Ruhsar Pekcan betonte dabei, dass beide Länder noch Luft nach oben haben: "Obwohl wir in den letzten zehn Jahren ein beträchtliches Handels- und Investitionsvolumen beobachtet haben, ist das Potenzial noch nicht ausgeschöpft. Die robuste Produktionsinfrastruktur der Türkei ist für US-Investoren attraktiv."

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