epa/Maurizio Brambatti

Auswahl der neuen EU-Kommissare hat begonnen

27.8.2019 15:54 Uhr

Ursula von der Leyen, die neue EU-Kommissionspräsidentin, kann nun offiziell mit der Auswahl ihrer Kommissare für die kommenden fünf Jahre beginnen. Die Meldefrist für Kandidaten aus den 26 bleibenden EU-Staaten endet am Montag.

Die bereits gewählte Kommissionschefin aus Deutschland führt von Dienstag an Bewerbungsgespräche mit den Nominierten. Großbritannien verzichtet auf eine Nominierung, da es die EU am 31. Oktober verlassen will. Die neue Kommission soll planmäßig am 1. November starten.

Kommission ähnelt einer Regierung

Zuvor will von der Leyen die Eignung der Kandidaten prüfen und mögliche Aufgaben besprechen. Die Kommission ähnelt einer Regierung mit verteilten Ressorts; sie schlägt EU-Gesetze vor und überwacht deren Einhaltung. Nach der Vorgabe von der Leyens sollen mindestens 50 Prozent ihres Kollegiums Frauen sein. Die Nominierten müssen sich dann von Ende September an Anhörungen im EU-Parlament stellen, das die gesamte neue Kommission letztlich billigen muss.

Am Wochenende hatte Belgien als eines der letzten Länder einen Kandidaten nominiert, den amtierenden Außenminister Didier Reynders. Die Nachrichtenagentur Belga hatte gemeldet, Reynders werde wahrscheinlich bereits am Montagnachmittag mit von der Leyen sprechen. Von der Leyens Sprecher erklärte jedoch, die Gespräche begännen erst am Dienstag.

(an/dpa)

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