DHA

Auswärtiges Amt: "Reisewarnungen zur Türkei werden in zweitem Schritt gelockert"

26.5.2020 14:39 Uhr, von Chris Ehrhardt

Die Deutsche Presse Agentur hatte in der Nacht gemeldet, dass die Reisewarnungen vom Auswärtigen Amt in Deutschland für 31 Ländern ab Mitte Juni fallengelassen würden. Eines der Lieblingsziele der Deutschen war nicht darunter: die Türkei. Das sorgte für einige Irritationen. Hürriyet.de hat daraufhin beim Auswärtigen Amt den Status Quo und die Planungen hinsichtlich des Urlaubs in der Türkei erfragt und die von unseren Lesern erhofften Antworten erhalten.

Das Auswärtige Amt verwies seitens Ruben Schwarz von der Pressestelle darauf, was Außenminister Heiko Maas bereits am 20. Mai bekannt gab: " Wir brauchen doppelte Sicherheit: Erstens die Sicherheit, dass unsere Bürger ohne Einschränkungen wieder nach Deutschland zurückkehren können. Deshalb arbeiten wir an möglichst einheitlichen Kriterien, um die Grenzen in Europa schrittweise wieder zu öffnen und Quarantänebestimmungen zurück zu fahren. Zweitens die Sicherheit, dass wir den Sommertourismus nicht mit einer zweiten Welle an Infektionen teuer bezahlen. Deswegen stimmen wir uns auch zu den Gesundheits- und Hygienestandards für touristische Gebiete ab." Das zeigt, wie sehr die Bundesregierung an vorausschauendem Handeln interessiert ist und mit welch großer Umsicht das Thema "Reisen" oder "Türkei Urlaub" angegangen wird.

Auswärtiges Amt: Fallenlassen der Reisewarnung zur Türkei in zweitem Schritt

Heiko Maas betonte weiter, dass Deutschland rund 250.000 Deutsche aus dem Ausland zurückholen musste, als sich die Tore wegen des Coronavirus geschlossen hatten. Eine Wiederholung dieses Prozederes wolle und werde die Bundesregierung verhindern. Ziel sei es, ab dem 14. Juni die Reisewarnungen vorab für die EU aufzuheben und durch Reisehinweise zu ersetzen. Dem Ziel sei man auch ein gutes Stück näher gekommen. Doch wie verhält es sich mit der Türkei?

Was den Urlaub in der Türkei angeht, beantwortete das Auswärtige Amt die Nachfrage von Hürriyet.de auch sehr zeitnah. Hierzu heißt es: "Wir arbeiten derzeit in einem ersten Schritt zunächst daran, Möglichkeiten für eine schrittweise und koordinierte Rückkehr zu Reisen innerhalb der EU und des Schengenraumes zu finden. Zur Frage von Reisen in weitere Länder wird zu gegebener Zeit in einem zweiten Schritt entschieden; hierzu steht die Bundesregierung in Kontakt zu den Reiseveranstaltern und den Regierungen der Tourismusdestinationen, auch der Türkei." Das bedeutet, man ist in Gespräche mit der Türkei, spricht auf den entsprechenden Ebenen und wird dafür sorgen, dass nach einem reibungslosen Ablauf innerhalb der EU und des Schengenraumes auch die Türkei in einem zweiten Lockerungsschritt mit von der Partie ist. Wann das jedoch genau der Fall sein wird, wird in Gesprächen mit der Türkei eruiert.

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