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Australien: Jagd auf wilde Kamele

9.1.2020 22:44 Uhr

Wilde Kamele im australischen Outback sind zu so einer Plage herangewachsen, dass bis zu 10.000 von ihnen jetzt aus Hubschraubern erschossen werden.

Nach Angaben der örtlichen Verwaltung wurden am Donnerstag etwa 1500 Tiere getötet, 10 000 könnten es noch werden. Auf dem Gebiet der Ureinwohner, das im Bundesstaat South Australia liegt, machten die extreme Dürre und Hitze den Tieren zu schaffen.

Heftige Schäden angerichtet

Die Kamele seien auf der Suche nach Wasser in Siedlungen und Dörfer vorgedrungen und hätten dort Schäden angerichtet. Sie durchbrachen Zäune, warfen Wassertanks um und zerstörten Nahrungsvorräte, wie der Chef des dünn besiedelten Verwaltungsgebiets, Richard King, der Deutschen Presse-Agentur sagte. Ihm zufolge dauert die Dürre auf dem Aborigine-Land nun schon 18 Monate. Es sei das erste Mal, dass die Kamele in der Gegend in so großer Zahl getötet würden. Die Regierung des Bundesstaates hatte dies gebilligt.

Unabhängig von den aktuellen Buschbränden in anderen Gegenden gelten Kamele in Australien als Plage. Die Tiere sind in dem Land nicht heimisch. Sie wurden einst von britischen Siedlern dorthin gebracht und haben keine natürlichen Feinde. In ganz Australien soll es bis zu 600.000 wilde Kamele geben.

(be/dpa)

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