Hürriyet

Außenministerium kritisiert Festsetzung von türkischem Frachtschiff vor Libyen scharf

9.12.2020 11:23 Uhr

Das türkische Außenministerium hat am Dienstag die Festsetzung eines türkischen Frachtschiffs samt Besatzung vor der libyschen Küste durch Streitkräfte des abtrünnigen libyschen Generals Chalifa Haftar in einer schriftlichen Erklärung scharf kritisiert.

In einer Erklärung fordert die Türkei, das Frachtschiff seine Fahrt "unverzüglich" fortsetzen zu lassen. Ansonsten würden "schwerwiegende Konsequenzen" drohen. Haftar beweise mit der Aktion einmal mehr, dass er seine "aggressive Grundhaltung" beibehalten habe, heißt es.

Besatzungsmitgliedern soll es gut gehen

Das türkische Frachtschiff "Mebruka", dass sich auf dem Weg in die libysche Hafenstadt Misrata befand und Medikament an Bord hatte, war am Dienstag gestoppt worden. Es soll gegen "Seerechtsvorschriften" verstoßen und die Crew auf mehrere Anrufe nicht reagiert haben. Die 17 Besatzungsmitglieder, darunter auch türkische Staatsangehörige, wurden festgenommen. Laut der staatlichen Nachrichtenagentur "Anadolu" soll es ihnen aber gut gehen.

In Libyen herrscht seit dem Sturz des Langzeitherrschers Muammar al-Gaddafi im Jahr 2011 Bürgerkrieg. Die international anerkannte Einheitsregierung wird unter anderem von der Türkei unterstützt, ihr Gegner, der abtrünnige General Haftar, von Ägypten, Jordanien, den Vereinigten Arabischen Emiraten und Russland.

(mb)

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