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Außenminister Cavusoglu enttäuscht über deutsche Reisewarnung

18.6.2020 18:22 Uhr

Der türkische Außenminister Mevlüt Cavusoglu hat am Mittwoch in einem Beitrag mit dem öffentlich-rechtlichen Sender ARD seine Enttäuschung über die Verlängerung der Reisewarnung für die Türkei ausgedrückt.

"Im Falle der Erkranung eines Touristen während seines Urlaubs in der Türkei würde er kostenfrei behandelt werden, selbst wenn seine Krankenkasse die Kosten nicht übernehmen würde", so Cavusoglu. Dass die Türkei als ein Corona-Risikogebiet eingestuft werden würde, sei eine "ungerechte politische Entscheidung".

Deutsche Delegation in die Türkei eingeladen

Der Außenminister verriet auch, dass er seinem deutschen Amtskollegen Heiko Maas angeboten habe, dass eine deutsche Experten-Delegation in die Türkei kommen könne um sich, um sich vor Ort von den Gegebenheiten überzeugen zu können.

Um Ausnahme gebeten

Die Türkei ist – nach der Organisation zahlreicher Schutzmaßnahmen - wie dem TÜV-geprüften Zertifikat für gesunden Tourismus – bereit, die Tourismussaison in Angriff zu nehmen und hat um eine Ausnahmeregelung gebeten, die die Reisewarnung außer Kraft setzen würde. Vor der Corona-Krise reisten rund fünf Millionen Deutsche pro Jahr in die Türkei, um hier ihren Urlaub zu verbringen.

Reisewarnung für 27 EU-Länder aufgehoben

Seit dem 15. Juni hat Deutschland die Reisewarnung für 27 EU-Länder aufgehoben, für mehr als 160 Drittstaaten jedoch bis zum 31. August verlängert. Dabei seien, abhängig von der Corona-Situation im Lande, jedoch Ausnahmen möglich.

Außenminister Maas hatte in einer Ansprache angekündigt, dass man für Touristen in Drittstaaten keine Rückholaktionen wie noch zu Beginn der Corona-Krise machen würde. Damals wurden tausende Menschen zurückgeholt, die aufgrund der Flugstopps in den verschiedensten Ecken der Erde gestrandet waren. Auch die Türkei holte währenddessen Hunderttausende Staatsbürger zurück in die Heimat.

(be)

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