epa/Justin Lane

Aussagen der EZB drücken den Dax

7.3.2019 14:03 Uhr

Der Dax ist ins Minus gerutscht. Grund sind die geldpolitischen Aussagen der EZB und Sorgen um die amerikanische Wirtschaft. "Die Partystimmung an den Börsen ist erst einmal vorbei", sagte Portfoliomanager Thomas Altmann von QC-Partners.

Bis zur Mittagszeit sank der deutsche Leitindex um 0,60 Prozent auf 11 518,19 Punkte. Der MDax, der Index der mittelgroßen Werte, verlor 1,04 Prozent auf 24 435,68 Zähler. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 gab um 0,40 Prozent nach.

Laut der US-Notenbank Fed schwächte sich das Wachstum der US-Wirtschaft zum Jahresbeginn ab. Von der EZB wird in Kürze ebenfalls eine Abwärtsrevision für die Prognosen des Wirtschaftswachstums in der Eurozone erwartet. In Sachen Brexit gibt es indes weiterhin kein echtes Vorwärtskommen und beim Handelsstreit zwischen den USA und China fehlt es an Impuls gebenden Neuigkeiten.

"Solide Zahlen" bei Vonovia

Aus dem Dax standen die Aktien der Deutschen Post, die von Merck und von Vonovia im Blick. Milliardenschwere Zukäufe im Ausland sowie höhere Mieteinnahmen verhalfen Deutschlands größtem Immobilienkonzern Vonovia im abgelaufenen Jahr zu deutlichen Gewinnsteigerungen. Händler sprachen von «soliden Zahlen». Die Aktie legte an der Dax-Spitze um 2,4 Prozent zu. Für Post-Papiere ging es nach einer Bestätigung des Gewinnziels für 2020 um rund 0,3 Prozent nach oben.
Anteile des Autozulieferers Continental sanken nach der Vorlage endgültiger Zahlen indes um 1,2 Prozent.

Im MDax sackten Aktien von Axel Springer mit minus 8 Prozent vor allem wegen des Ausblicks auf 2019 nicht nur an das Index-Ende, sondern zeitweise auch auf den tiefsten Stand seit Januar 2017. Der Medienkonzern rechnet nur mit einem geringen Umsatzwachstum.

Die Papiere von Hugo Boss litten mit minus 2,5 Prozent darunter, dass Anleger enttäuscht auf die Ergebniserwartungen des Modekonzerns für das angelaufene Jahr blickten. Die Aktien von Hannover Rück waren zum Handelsauftakt noch bei glatt 132 Euro wieder nahe an das zu Monatsbeginn erreichte Rekordhoch herangerückt, zeigten sich zuletzt nach den vorgelegten Zahlen aber schwach mit minus 2,2 Prozent.

(an/dpa)

0 Kommentare

Bitte geben Sie den Aktivierungscode ein, der an Ihre E-Mail-Adresse gesendet wurde.

Sie müssen angemeldet oder registriert sein, um mitzudiskutieren.

Sie müssen angemeldet oder registriert sein, um mitzudiskutieren.