imago images / Michael Weber

Auslandsverschuldung des türkischen Privatsektors rückläufig

17.4.2020 11:19 Uhr

Die ausstehenden kurz- und langfristigen Schulden des türkischen Privatsektors gingen im Februar zurück, teilte die Zentralbank der Türkei am 16. April der Öffentlichkeit mit. Dabei geht es jedoch rein um die Volumina bei Privat- und nicht um Handelskredite. Bei Kreditabschluss ist man frei zu wählen, in welcher Währung der Kreditvergabe stattfinden soll und man hat in der Türkei selbstverständlich die Option, Kredite über ausländische Banken abzuschließen.

Die kurzfristigen Auslandskredite des Privatsektors ohne Handelskredite beliefen sich im Februar auf 7,1 Milliarden Euro, was einem Rückgang von 1,29 Milliarden Euro gegenüber Ende 2019 entspricht. Die Verbindlichkeiten der Finanzinstitute betrugen nach Angaben der Bank 75,9 Prozent aller kurzfristigen Kredite. Ein Großteil des kurzfristigen Kreditvolumens entfiel mit 42,2 Prozent auf US-Dollar, 33,1 Prozent auf Euro und auf die türkische Lira 24,1 Prozent und 0,6 Prozent auf andere Währungen.

Kredite von 44,11 Milliarden Euro auf 12-Monatsfrist fällig

Bei den langfristigen Verbindlichkeiten beliefen sich die Auslandskredite des Privatsektors im Februar auf 164,36 Milliarden Euro, was einem Rückgang von 2,68 Milliarden Euro gegenüber Ende 2019 entspricht. Die Verbindlichkeiten nichtfinanzieller Institute machten 57,3 Prozent der langfristigen externen Kredite aus. Die meisten langfristigen Kredite mit knapp 62 Prozent wurden in US-Dollar vergeben, gefolgt von Krediten auf Euro-Basis von 33,2 Prozent und türkischer Lira mit 3,2 Prozent.

Die Zentralbank fügte bei ihrer Mitteilung hinzu, dass die verbleibende Laufzeit der gesamten ausstehenden Kredite des Privatsektors, die Ende Februar 2020 aus dem Ausland eingegangen waren, Kapitalrückzahlungen in Höhe von 41,11 Milliarden Euro in den nächsten 12 Monaten notwendig machen würden.

(ce)

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