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Ausländische Piloten erheben Vorwürfe gegen Turkish Airlines

10.11.2020 14:48 Uhr

Nachdem gut 350 ausländische Piloten bei der Turkish Airlines unfreiwillig auf unbezahlten Urlaub gesetzt worden sind, machen sie nun der Fluggesellschaft Vorwürfe. Das schreibt das Portal "aeroTELEGRAPH“.

Demnach berichten mehrere Piloten, dass schon seit Beginn der Corona-Krise im März ausländische Kapitäne nicht mehr eingesetzt werden würden und Vorgesetzte - selbst per E-Mail - nicht zu erreichen wären. Zudem seien die sogenannten Vorfeldberechtigungskarten, mit der ein Flugzeug überhaupt erst geflogen werden darf, bei Ausländern nicht verlängert worden. Das alles, so sind die Piloten überzeugt, geschehe auf Druck der türkischen Gewerkschaften. Sie sollen auch die Entlassung von Piloten ohne türkische Staatsangehörigkeit gefordert haben.

Passagierzahlen um fast zwei Drittel zurückgegangen

Wie alle Fluggesellschaften weltweit, leidet auch die Turkish Airlines während der Pandemie unter den Grenzschließungen und der verminderten Reisetätigkeit der Menschen. Die Passagierzahlen sind im bisherigen Jahresverlauf um fast zwei Drittel zurückgegangen. Die Fluggesellschaft meldete erst vor kurzem im dritten Quartal einen Verlust von 93,3 Millionen Euro. Insgesamt liegt das Minus in diesem Jahr bei 510 Millionen Euro.

Im Gegensatz zu vielen Konkurrenten hat die Turkish Airlines bislang auf einen Stellenabbau oder die Beantragung eines staatlichen Rettungsschirms verzichtet. Stattdessen hat sie die Löhne ihrer Piloten bis 2021 halbiert und auch die Gehälter der anderen Beschäftigten stark gekürzt.

(mb)

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