Hürriyet

Ausländische Investoren kehren in die Türkei zurück

26.1.2021 11:03 Uhr

Angesichts der wirtschaftlichen Reformen kommen Investoren, die sich früher aus der Türkei zurückgezogen haben, wieder in das Land zurück.

"Wir sind sehr ermutigt, einen anderen Ansatz zu finden", sagte Polina Kurdyavko, Leiterin Emerging Markets (Ems) in London.

"Wir haben unser Engagement erhöht und wollen es beibehalten, wenn die Türkei ihren Weg weiter geht", sagte sie gegenüber Reuters. 2020 hat die Türkei Reformen in den Bereichen Justiz und Wirtschaft angekündigt.

Über 12 Mrd. Euro sind in die türkische Wirtschaft geflossen

Seit der Ankündigung flossen über 12 Milliarden Euro in türkische Vermögenswerte. Diese Summe könne sich bis Mitte des Jahres verdoppeln, besonders dann, wenn größere Investmentfonds in die türkische Wirtschaft einsteigen. Sechs türkische Banker sagten gegenüber Reuters, sie erwarten, dass Ausländer bis Mitte des Jahres 10 Prozent bei Zuflüssen zwischen 7 und 13 Milliarden Euro. Allein bei der Deutschen Bank kommen so über 8 Milliarden Euro an.

Der geldpolitische Ausschuss der Zentralbank hat letzte Woche seine Entschlossenheit zu Ausdruck gebracht die Inflation auf einen einstelligen Wert zu bringen.

Dinge haben sich "dramatisch verändert" - zum Guten

Der französische Vermögensverwalter Carmignac überlegt ebenfalls in der Türkei zu investieren. "Es ist immer noch ein haariger Markt, aber im Vergleich zu den Ereignissen der letzten 18 Monate haben sich die Dinge dramatisch verändert. Das hat viel mit der neuen Wirtschaftspolitik zu tun", sagte Joseph Mouawad von Carmignac.

Die türkischen Aktien sind seit November 2020 um 33 Prozent auf ein Rekordniveau gestiegen. Der Anteil von ausländischen Investoren hat sich von 3,5 auf 5 Prozent erhöht.

Die türkische Lira stieg gestern um 0,4 Prozent, nachdem die Ratingagentur Standards & Poors am 22. Januar einen stabilen wirtschaftlichen Ausblick für das Land veröffentlicht hat. Die Lira erholte sich von ihrem Allzeittief von 8,57 gegenüber dem Dollar am 6. November 2020 auf rund 7,4 Prozent.

(an)

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