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Ausgelieferter Luftpirat kommt in Ägypten vor Gericht

5.12.2018 20:14 Uhr

Nach seiner Auslieferung durch Zypern muss sich der ägyptische Seif al-Din Mohammed Mostafa vor Gericht für die Entführung einer EgyptAir-Maschine im März 2016 verantworten, wie die Generalstaatsanwaltschaft am Mittwoch in Kairo mitteilte. Ihm drohen 25 Jahre Haft.

Mostafa hatte offenbar mit Hilfe einer Sprengstoff-Attrappe am 29. März 2016 die ägyptische Passagiermaschine in seine Gewalt gebracht und zur Landung in Larnaka auf Zypern gezwungen. Dort wurde er verhaftet. Als Motiv gab er später an, er habe mit der Entführung Asyl in Italien erzwingen und auf die "repressive" Regierung in seinem Heimatland aufmerksam machen wollen. Gegen seine Auslieferung hatte er sich lange vor Gericht gewehrt; unter anderem führte er an, dass ihn in Ägypten kein fairer Prozess erwarte. Dennoch lieferten ihn die zyprischen Behörden im August an Kairo aus. Das Justizministerium in Nikosia erklärte, die ägyptischen Behörden hätten einen Prozess nach internationalen Standards zugesichert.

(be/afp)