DHA

Ausgangssperren für Senioren in der Türkei vor Lockerungen

26.4.2020 15:43 Uhr

Die Türkei erwägt offensichtlich, die derzeit bestehende Ausgangssperre für Seniorinnen und Senioren im Alter über 65 und Personen, die chronisch erkrankt sind, in den kommenden Tagen schrittweise zu lockern.

Die am 21. März erstmals durchgesetzte Beschränkung der Ausgänge für Senioren betrifft rund 7,5 Millionen Menschen in der Türkei. Die Ausgangssperre wurde als Teil von Maßnahmen eingeführt, welche die Ausbreitung des Coronavirus verlangsamen sollten und um die ältere Bevölkerung als designierte Risikogruppe vor Ansteckungen mit Covid-19 zu schützen. Das Problem der Lockerung der Ausgangssperre wurde kürzlich unter Ministerialbeamten sowie auf einer kürzlich abgehaltenen zentralen Exekutivsitzung der regierenden AKP erörtert. Die Behörden suchten nach Wegen, um die möglichen psychologischen Auswirkungen der Ausgangssperre auf Seniorinnen und Senioren zu mildern.

Die Öffentlichkeit forderte die Lockerung der Beschränkung, was die Behörden auch dazu veranlasste, entsprechende Maßnahmen zu ergreifen. Gemäß den Plänen, die wohl noch finalisiert werden müssen, könnten Personen ab 65 Jahren an Wochenenden drei Stunden lang ausgehen, wenn eine allgemeine Ausgangssperre in Kraft tritt. Sie müssen Gesichtsmasken tragen und sich an die Regeln der sozialen Distanzierung halten. Gesundheitsminister Fahrettin Koca sagte den Beamten, dass die Türkei nach dem Fastenmonat Ramadan, der am 23. Mai endet, aufatmen könne. Die Aussichten könnten sich jedoch nach der zweiten Junihälfte noch weiter verbessern, so der Minister.

Krankenhaus am Flughafen Atatürk wichtiger Faktor

Er unterstrich auch die strategische Bedeutung des Feldkrankenhauses, das auf dem Gelände des Flughafens Atatürk in Istanbul im Kampf gegen das Coronavirus errichtet wird. "Flugzeuge können hier landen. Es ist ein Vorteil, dass wir ein Krankenhaus an einem Flughafen haben. Wir erwägen auch, den Gesundheitstourismus weiterzuentwickeln, und diese Einrichtung könnte auch in Zukunft diesem Zweck dienen", bemerkte Koca. In diesen Sitzungen erörterten die Beamten auch das Thema der Herstellung von Gesichtsmasken und deren Verteilung. Die Regierung verteilt kostenlos Schutzmasken.

Die Idee, dass private Firmen Masken verkaufen, während der freie Vertrieb fortgesetzt wird, wurde besprochen. Die Beamten argumentieren, dass eine Preisobergrenze für Gesichtsmasken eingeführt werden könnte. Das Problem wird weiter geprüft, bevor eine endgültige Entscheidung in dieser Angelegenheit getroffen wird.

(ce)

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