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Aus für Modekette Charles Vögele

3.5.2019 12:41 Uhr

In Österreich ist die Sanierung der Modekette Charles Vögele gescheitert. "Das Unternehmen soll nun im Zuge des Insolvenzverfahrens abgewickelt werden. Betroffen sind 394 Mitarbeiter, davon 30 in der Zentrale", teilte die Firma am Freitag mit. Gründe seien Überschuldung und Zahlungsunfähigkeit.

Die Kette hatte Mitte 2018 die Eröffnung eines Sanierungsverfahrens beantragt und wurde vom Münchner Finanzberater GA Europe übernommen. Im Zuge des Verfahrens wurde unter anderem das Filialnetz reduziert. Ziel war es, das Unternehmen für einen strategischen Partner mit langfristigem Interesse attraktiv zu machen. "Leider sind die Verkaufsverhandlungen trotz intensivster Bemühungen nunmehr gescheitert, womit die kurz- und mittelfristige Warenversorgung für die verbleibenden 57 Filialen nicht mehr im erforderlichen Ausmaß sichergestellt werden konnte", hieß es am Freitag.

Vögele-Filialen in Deutschland

In Deutschland waren die Vögele-Filialen an die Vidrea Deutschland, eine Tochter der niederländischen Unternehmensgruppe Victory & Dreams, gegangen. Die Geschäfte wurden unter dem Label Miller & Monroe fortgeführt. Vidrea Deutschland hatte im März Insolvenz angemeldet. Der vorläufige Insolvenzverwalter steht nach eigenen Angaben nun kurz vor dem Abschluss der Verhandlungen mit einem Investor, der die rund 160 Filialen im Juni übernehmen will. Die Beschäftigten sollen ein Angebot zum Wechsel erhalten. Zuletzt arbeiteten demnach rund 1800 Mitarbeiter in den Geschäften.

(gi/dpa)