epa/Mikhael Klimentyev

Aus des INF bedrohe Sicherheitsarchitektur der Welt

5.8.2019 22:39 Uhr

Die USA unterhöhlen mit ihrem Ausstieg aus dem INF-Vertrag die weltweite Sicherheitsarchitektur, so der Vorwurf des russischen Präsidenten Wladimir Putin.Die einseitige Beendigung des Abrüstungsabkommens verschlimmere die Lage in der Welt und bringe Sicherheitsrisiken mit sich, sagte Putin am Montag nach Kremlangaben.

Der Vertrag von 1987 sah vor, dass beide Seiten auf landgestützte atomare Mittelstreckenraketen verzichten. Die USA begründeten am Freitag den Ausstieg damit, dass Russland mit seinen Waffen seit Jahren gegen das Abkommen verstoße. Putin sagte, die Anschuldigungen der USA seien ausgedacht. Er warnte erneut vor einem Wettrüsten.

USA für Aus verantwortlich

Mit dem Ausstieg eines Vertragspartners verlor das Abkommen seine Gültigkeit. "Ich betone, dass die Verantwortung dafür auf der US-Seite liegt", sagte Putin. Dagegen hatten auch die Nato sowie die deutsche Bundesregierung Russland die Schuld für das Ende dieses bedeutenden Abrüstungsvertrags gegeben.

Nach Darstellung Putins wird Russland den Vertrag auch weiterhin nicht einseitig brechen, solange die USA keine Raketen des dort verbotenen Typs aufstellten. Der Kremlchef wies zugleich das russische Militär, das Außenministerium und den Geheimdienst an, die Aktivitäten der USA auf dem Gebiet genauestens zu beobachten.

Sollten die USA solche Raketen produzieren, werde Russland ebenfalls in vollem Umfang nachziehen. Zugleich bekräftigte der Kremlchef sein Angebot eines neuen Dialogs an die USA über die strategische Sicherheit in der Welt.

(an/dpa)

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