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Aufregendes Neujahr: Serien und Streaming 2020 in Hochform

17.1.2020 15:20 Uhr

2019 war ein erfolgreiches Jahr für das Serienformat. Neue, extrem gut bewertete Franchises wie Chernobyl, The Witcher, The Mandalorian oder Good Omens fanden ihren Weg ins TV und auf diverse Streaming-Services. 2020 könnte der Aufstieg der Serien weitergehen. Im dritten Quartal 2019 konnte zum Beispiel Streaming-Anbieter Netflix seinen Umsatz erneut um 1,25 Milliarden Dollar auf 5,24 Milliarden Dollar steigern. Grund dafür waren unter anderem auch hochkarätige Eigenproduktionen. Auch im Jahr 2020 wird die Entertainment Industrie von den immer stärkeren Streaming-Diensten und ihren hauseigenen Produktionen beeinflusst werden.

2020 könnte den Umsatz steigern

So stehen in Deutschland im Jahr 2020 die Prämieren von Serien wie Star Trek: Picard an, welche die Abenteuer des legendären Enterprise-Captains mehr als zwanzig Jahre nach seinem letzten kanonischen Auftritt weitererzählt. Auf Netflix wird Ende Januar Ragnarök debütieren, in dem die Polkappen geschmolzen sind und Norwegen ins Chaos stürzt. Auch die Serie Hunters, die im Amerika der 1970er Jahre spielt und der Start der Serie Blutige Anfänger im ZDF lösen Vorfreude aus.

Nach dem Ende von Game of Thrones rücken zudem seit längerem etablierte Serien wieder in den Vordergrund. Lucifer, die Geschichte um den von Tom Ellis gespielten Fürsten der Hölle, erhält bei Netflix beziehungsweise Prime Video eine fünfte Staffel. Better Call Saul, das Prequel der extrem erfolgreichen Serie Breaking Bad, wird 2020 nach einer Auszeit eine fünfte Staffel erhalten. Und auch die Sci-Fi Komödie Rick and Morty wird weitere Folgen erhalten. Die Umsätze insbesondere der Streaming-Anbieter sollten 2020 daher erneut stark ansteigen, der Markt hat weiterhin großes Potenzial.

Starker kultureller Einfluss

Der Einfluss des Serien-Formats zeigt sich auch im Alltag in vielerlei Hinsicht: Der Begriff "Binge-Watching", also das Verfolgen gleich mehrerer Episoden oder Staffeln einer Serie am Stück, ist inzwischen zum festen Sprachgebrauch geworden. Die Gewohnheiten haben sich geändert, Kunden möchten heute zu jeder Zeit und von überall auf ihre bevorzugten medialen Inhalte zugreifen können. Serienhelden haben es ins kollektive Bewusstsein geschafft und werden auch über das eigene Medium hinaus vermarktet. Bestes Beispiel: Videospiele zu Serien wie Die Simpsons, Game of Thrones, usw. sind inzwischen keine Ausnahme mehr, sondern die Regel. Sogar im online Casino tummeln sich Slots zu Serien wie Vikings oder Narcos, welche den Spielern das Gefühl geben, selbst Teil der ansonsten nur passiv zu konsumierenden TV-Welten zu werden. Und Beispiele wie The Witcher zeigen, dass es auch anders herumgeht - vom Spiel zur Serie. Insbesondere aufgrund der vielen Eigenproduktionen der Streaming-Dienste ist damit zu rechnen, dass die neuen großen Namen in Zukunft noch stärker in anderen Medien vermarktet werden dürften.

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Ausgedehnte, komplexe Handlungsstränge

Die Entwicklung der Serie zum dominanten Format hat erst in den vergangenen fünfzehn Jahren eingesetzt. Zuvor waren Kinofilme die vorherrschende Kunstform, um tiefgründige Geschichten zu erzählen. Mit dem Aufkommen von Serien wie Twin Peaks (1990), Lost (2004), Breaking Bad (2008) und vielen weiteren änderte sich diese Wahrnehmung jedoch. Inzwischen wird das ausgedehnte Serien-Format dazu genutzt, Handlungsstränge teils über Jahre aufzubauen und Charaktere im Detail zu beleuchten. Der Fokus liegt inzwischen klar auf komplexen, erwachsenen Inhalten, welche die Zuschauer teils herausfordern, sich auch mit unsympathischen oder fragwürdigen Antihelden zu identifizieren. Die klaren Kategorien von Gut und Böse haben dagegen ausgedient. Formate wie Die Simpsons, bei denen die Handlung nach jeder Episode auf den Ausgangszustand zurückgedreht wird, sind dagegen in den Hintergrund geraten. Auch die Konkurrenten wie Amazon Prime werden härter. Das steigert die Qualität.

Fazit

2020 könnte erneut für starke Umsatzzuwächse bei Streaming-Diensten sorgen. Insbesondere die Vielfalt an hochkarätigen Serien sorgt bei den Zuschauern für Freude. Bei der großen Auswahl an Diensten und Inhalten fällt die Übersicht zwar allmählich schwer, doch auch das Jahr 2020 sollte sowohl für Netflix und Co., als auch für die Zuschauer, ein großes Vergnügen werden.

(Hürriyet.de)

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