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Auflösung von Höckes Flugel ist nur Schachzug

25.3.2020 17:45 Uhr

In der angekündigten Auflösung des als rechtsextrem eingestuften "Flügels" der AfD sieht der Verfassungsschutzchef von Thüringen, Stephan Kramer, einen Schachzug. "Das ist eine Nebelkerze", sagte Kramer am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur in Erfurt. "Viel wichtiger ist doch, ob sich die Partei vom Flügel tatsächlich distanziert, der Beobachtungsobjekt des Verfassungsschutzes ist. Davon ist bisher nicht sehr viel zu sehen."

Kramer bezeichnete die Ankündigung als "szenetypisches Verhalten". Als Reaktion auf die Beobachtung durch den Verfassungsschutz würde der "Flügel" pro forma aufgelöst, die Arbeit aber fortgesetzt. Der "Flügel" gilt als schlagkräftiges Netzwerk innerhalb der Partei.

"Der politische Einsatz geht weiter"

Kramer reagierte damit auf einen Brief der führenden "Flügel"-Vertreter Björn Höcke und Andreas Kalbitz. In dem am Dienstagabend auf Facebook veröffentlichten Schreiben heißt es: "Jede Organisationsform kann nur Mittel zum Zweck sein. Der politische Einsatz geht weiter und fordert unsere ganze Kraft." Höcke ist Thüringer AfD-Chef und Vorsitzender der AfD-Landtagsfraktion. Kalbitz hat beide Positionen in Brandenburg inne.

(an/dpa)

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