Symbolbild: imago images/Westend61

Aufforstung mit Mischwäldern

26.7.2019 16:59 Uhr

In Deutschland sterben angesichts des Klimawandels immer mehr Wälder. Nun erwartet Bundesumweltministerin Svenja Schulze von Waldbesitzern und Förstern, dass sie etwa zerstörte Fichtenwälder durch robustere Mischwälder ersetzen. Gefragt seien künftig "gesunde, klimastabile und naturnahe Mischwälder", sagte die SPD-Politikerin der "Rheinischen Post". Beim Aufforsten dürften die Fehler der Vergangenheit nicht wiederholt werden.

Die Klimaveränderungen der vergangenen Jahre haben zu massiven Waldschäden hierzulande geführt. Der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) hatte am Mittwoch gewarnt, in Folge der anhaltenden Trockenheit und Hitze der letzten Jahre spitze sich die Situation dramatisch zu; es drohe ein "Waldsterben 2.0". Deutschland ist mit rund 11,4 Millionen Hektar zu einem Drittel bewaldet.

Wälder in Not

Auch der Verband der Waldeigentümer sieht den Wald "in höchster Not". Er leide unter der Trockenheit und den fehlenden Niederschlägen, sagte Verbandspräsident Hans-Georg von der Marwitz. Die Wasserspeicher seien leer. Folgen seien die Massenvermehrung von
Schädlingen und das Vertrocknen ganzer Waldflächen.

Nach seiner Darstellung sind alle Baumarten betroffen, Laub- wie Nadelbäume. In manchen Teilen Deutschlands gebe es ein Buchensterben, in einigen Regionen werde der Ahorn, die Esche oder die Eiche angegriffen, in anderen wiederum vertrockneten Kiefern oder Fichten. "Auch Mischwälder fallen dem Klimawandel zum Opfer", sagte er. Welche Baumarten angesichts der Wetterextreme resistenter sind, hänge von den regionalen Gegebenheiten ab.

(an/dpa)

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