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Auch für Türkei gültig – Rückkehrer aus Risikogebieten werden in Deutschland getestet

22.7.2020 19:46 Uhr

Es standen gerade bei der Rückreise aus der Türkei viele Fragezeichen über den Köpfen der Einreisenden. Sie berichten davon, dass sie niemand angesprochen habe, es würde für sie eine Quarantäne-Pflicht greifen. Auch hieß es, es habe auf den Flügen keine Informationen gegeben und man habe nirgendwo seine Daten hinterlassen müssen. Damit soll nun Schluss sein. Die Gesundheitsminister der Bundesländer haben dahingehend Einigkeit erzielt, dass jeder Passagier, der aus einem Risikoland einreist, bei der Rückkehr getestet werden muss.

Für diese Tests will Deutschland spezielle Testzentren an den Airports einrichten. Der Fraport in Frankfurt in Hessen verfügt bereits über ein solches Testzentrum. Für Rückkehrer aus Risikogebieten - wie zum Beispiel der Türkei oder diversen Balkanländern - heißt das, dass sie zeitnah bei der Wiedereinreise in Deutschland auf das Coronavirus getestet werden. In speziellen und dafür eingerichteten Teststellen. Das war die Empfehlung, die bei der Konferenz der Gesundheitsminister der Länder einstimmige Annahme erfuhr, wie die dpa berichtet hatte. Zudem hieß es, die Tests seien verpflichtend und ein Muss.

Sind die Tests in der Türkei hinfällig und werden nicht mehr akzeptiert?

Doch dabei wird es nicht bleiben und man arbeitet an weiteren Eckpunkten. Die werden aber erst am Freitag, wenn die Konferenz erneut tagt, beschlossen. Da würden sämtliche Details abgestimmt, um eine bundesweit einheitliche Linie für alle 16 Bundesländer zu fahren, was Risikoländer und Länder mit Reisewarnungen angeht. Im Rahmen der Detailklärungen wird dann sicherlich auch die Sprache auf das Thema der Tests im Ausland kommen, wie es derzeit mit der Türkei gehandhabt wird. Dort kann man sich am Airport testen lassen. Liegt ein Testergebnis des PCR-Test in deutscher oder englischer Sprache vor und wird mit einem Attest hinterlegt, das Auffälligkeit verneint, ist man von der Quarantäne befreit. Ob das jedoch so bleibt, muss abgewartet werden.

Generell gilt bereits jetzt die Marschroute: Personen, die aus Risikogebieten nach Deutschland zurückkehren, müssen für 14 Tage in häusliche Quarantäne – oder den Test vorlegen. Da man jedoch die Befürchtung hat, dass weder die Tests gemacht werden, noch dass man sich in Quarantäne begibt, will Deutschland hier die Stellschrauben nachziehen und eine einheitliche Regelung schaffen. Das geht auch in Richtung "Überprüfbarkeit". Für Griechenland, Italien, Frankreich sowie Spanien gilt das nicht, denn die EU-Länder sind nicht als Risikogebiete klassifiziert. Es wird spekuliert, dass dies die Nachwehen der "Mallorca-Partys" sind, welche wohl auch die Politik nachhaltig wachgerüttelt haben und das Risiko bei der Wiedereinreise verdeutlichten.

(ce)

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