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Auch Elton John boykottiert Hotels im Besitz von Brunei

31.3.2019 14:56 Uhr

George Clooney machte den Anfang und Elton John zog nach. Auch er appelliert an potenzielle Gäste, Hotels, die sich im Eigentum der Königsfamilie von Brunei befinden, zu meiden. Entzündet hat sich das Ganze an einem neuen Gesetz in der absoluten Monarchie Brunei, das Homosexualität unter Todesstrafe stellt. Auch andere Körperstrafen, die so gar nicht ins Jahr 2019 passen, werden international scharf kritisiert und sorgen dafür, dass der Geldfluss möglicherweise ins Stocken gerät.

Nach dem Schauspieler George Clooney hat auch Sänger Elton John zu einem Boykott von Hotels aufgerufen, die dem Sultanat Brunei gehören. Der Sänger schrieb am Samstag im Onlinedienst Twitter, nötig sei ein Zeichen gegen den Umgang in Brunei mit homosexuellen Menschen. Eine Neufassung des Strafgesetzbuchs von Brunei sieht vor, dass gleichgeschlechtlicher Sex künftig mit dem Tod durch Steinigung bestraft wird.

Keinen Platz für Schwulenfeindlichkeit im Jahr 2019

Elton John lobte Clooney dafür, dass er sich mit dem Boykott "gegen die schwulenfeindliche Diskriminierung und Intoleranz" in Brunei einsetze. Der 72-jährige Sänger, der sich seit langem für die Rechte von Homosexuellen einsetzt, räumte ein, es tue ihm zwar leid für die Mitarbeiter der Hotels. Es sei aber wichtig, ein Zeichen zu setzen, dass solch eine Behandlung inakzeptabel sei.

Clooney hatte zuvor gesagt, mit jeder Übernachtung, jeder Besprechung, jedem Abendessen in einem der Hotels lande Geld "in den Taschen der Männer, die ihre eigenen Bürger zu Tode steinigen oder prügeln, weil sie schwul sind". Das streng konservative Sultanat Brunei besitzt neun Hotels in Frankreich, Großbritannien, Italien und den USA. Zu ihnen gehören unter anderem das Luxushotel The Dorchester in London und das Beverly Hills Hotel in Los Angeles.

Die Neufassung des Strafgesetzbuchs in Brunei sieht eine ganze Reihe drastischer Verschärfungen vor. So muss ein Dieb künftig damit rechnen, dass ihm die rechte Hand amputiert wird. Im Wiederholungsfall droht die Amputation des linken Beins. Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International bezeichnete die geplanten Strafen als "grausam und unmenschlich".

(ce/afp)

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