dpa

Außenminister Maas in Brasilien

29.4.2019 8:11 Uhr

Um die Verbindungen zwischen Deutschland und Lateinamerika zu stärken, hat Außenminister Maas am Montag seine Reise in Brasilien begonnen.

Sie ist der Auftakt einer diplomatischen Offensive, um die wirtschaftlichen, kulturellen und politischen Beziehungen zu dem Kontinent mit seinen rund 650 Millionen Einwohnern zu stärken.

Damit soll auch dem immer größer werdenden Einfluss Chinas in der Region etwas entgegengesetzt werden. Maas will zunächst in der Küstenmetropole Salvador da Bahia ein Netzwerk zur Stärkung von Frauenrechten gründen. Anschließend geht es weiter in die Hauptstadt Brasilia, wo er am Dienstag als erstes deutsches Regierungsmitglied den neuen Präsidenten Jair Bolsonaro treffen wird.

Treffen mit Bolsonaro

Der Rechtspopulist regiert das Land seit knapp vier Monaten. Es wird befürchtet, dass der 64-Jährige an der Seite von US-Präsident Donald Trump internationale Verträge und Institutionen schwächen könnte. Brasilien ist das größte und bevölkerungsreichste Land Lateinamerikas und gehört unter anderem der G20 der wichtigsten Wirtschaftsmächte an.

Die Bundesregierung hat erklärt, Bolsonaro an seinen Taten messen zu wollen. Beim Maas-Besuch in Brasilia wird es unter anderem darum gehen, ob die 2015 ins Leben gerufenen deutsch-brasilianischen Regierungskonsultationen mit Brasilien fortgesetzt werden sollen. Sie waren 2017 wegen der innenpolitischen Krise in Brasilien ausgefallen und liegen seitdem auf Eis.

Von Brasilien reist Maas weiter nach Kolumbien und beendet seine viertägige Reise dann am Donnerstag in Mexiko.

(be/dpa)

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