Hürriyet

Außenminister Cavusoglu im Sudan

18.8.2019 11:14 Uhr

Am Samstag ist der türkische Außenminister Mevlüt Cavusoglu in die sudanesische Hauptstadt Khartoum gereist. Dort haben die Putschisten aus dem Militär und die oppositionelle Demokratiebewegung ein Abkommen zur Aufteilung der Macht unterzeichnet.

Bei der Unterzeichnung waren zahlreiche hochrangige Politiker angereist - unter anderem der äthiopische Premierminister Abiy Ahmend sowie der Präsident des Südsudans, Salva Kiir.

Früchte der Revolution

Sudanesen feiern das Abkommen als ersten Schritt in "Richtung einer echten, zivilen Regierung" und "Der Augenblick, in dem das sudanesische Volk die Früchte seiner Revolution ernten kann", wie die durch die Proteste bekannt gewordene Studentin Alas Salah es formuliert. Die Studentin war durch eine Rede, die sie auf dem Dach eines Autos in einem traditionellen weißen Gewand hielt, in den sozialen Medien bekannt geworden.

Cavusoglu im Sudan

"Im freundlichen und brüderlichen Sudan für die Unterzeichnung des Abkommens für den Übergangsrat", twitterte der türkische Außenminister am Samstag. Das Abkommen umfasst unter anderem einen Übergangsrat, der sich aus sechs Zivilisten und fünf Angehörigen des Militärs zusammensetzen wird. Dieser Rat wird das Land bis zu den Wahlen regieren. Am Dienstag soll, mit Einverständnis des Rates, ein neuer Premierminister eingesetzt werden.

Türkei unterstützt eine "friedliche Lösung" der Libyen-Krise

Während seines Besuchs standen für den türkischen Außenminister weitere Gespräche mit sudanesischen und ausländischen Diplomaten auf dem Programm, unter anderem mit dem libyschen Außenminister Mohamed Taher Siyala. In dem Treffen unterstrich er die Wichtigkeit einer friedlichen Lösung in der Libyen-Krise. "... die internationale Gemeinschaft sollte eine geschlossene und prinzipientreue Haltung einnehmen, um die Ausschreitungen in Libyen zu beenden", schrieb Cavusoglu nach dem Treffen auf dem Kurznachrichtendienst Twitter.

Der türkische Außenminister Mevlüt Cavusoglu mit seinem libyschen Kollegen Mohamed Taher Siyala (Bild: Hürriyet)

Libyen kommt seit dem Sturz von Muammar Gaddafi im Jahr 2011 nicht zur Ruhe. Momentan kämpfen zwei "Parteien" um die Vorherrschaft in dem ölreichen Land: Die von der UN anerkannte Regierung GNA, die ihren Hauptsitz in der Hauptstadt Tripolis hält und die Truppen rund um den abtrünnigen General Khalifa Haftar, die sich vornehmlich im östlichen Libyen aufhalten.

(be/dpa)

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