epa/Claudio Bresciani

Außenminister beraten über atomwaffenfreie Welt

12.6.2019 1:04 Uhr

In Stockholm haben sich 15 Außenminister aus Ländern ohne Atomwaffen getroffen, um über nukleare Abrüstung zu sprechen, unter ihnen auch Außenminister Heiko Maas. Bei der Zusammenkunft in der schwedischen Hauptstadt wollten die Minister am Dienstag darüber diskutieren, wie ihre Regierungen in der Abrüstungsfrage und bei den Bemühungen um eine Nichtweiterverbreitung von Atomwaffen gemeinsam politischen Druck erzeugen können.

2020 steht eine wichtige Konferenz zur Überprüfung des Nuklearen Nichtverbreitungsvertrags an. Diese findet alle fünf Jahre statt.

Die Lage ist ernst

Das schwedische Außenministerium sprach vor dem Treffen in Stockholm von der ersten Zusammenkunft dieser Art seit mehreren Jahren. Außenministerin Margot Wallström erklärte vorab, die Lage in der Welt sei ernst. Das Risiko des Gebrauchs von Atomwaffen sei derzeit höher als in den vergangenen Jahren. Das Treffen solle dazu dienen, einen Kraftakt für die Abrüstung zu unternehmen.

Maas hatte vor dem Treffen davor gewarnt, dass die Bemühungen um nukleare Abrüstung und die Nichtweiterverbreitung von Atomwaffen in der Krise steckten. "Das ist eine Gefahr für den Weltfrieden. Wir müssen dem Negativtrend etwas entgegensetzen", erklärte der SPD-Politiker. Er hatte sich am Montag in Teheran für eine Rettung des internationalen Atomabkommens mit dem Iran eingesetzt. Konkrete Fortschritte wurden dabei jedoch nicht erzielt.

(an/dpa)