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Atom-Abkommen des Irans intakt

31.5.2019 23:58 Uhr

Nach Angaben der UN hält sich der Iran trotz der wachsenden Spannungen mit den USA an das Atom-Abkommen. Der Kern der Restriktionen für das iranische Nuklear-Programm werde eingehalten, teilte die Internationale Atomenergie-Organisation (IAEO) der UN in ihrem am Freitag verbreiteten Vierteljahresbericht mit.

Die USA hatten vergangenes Jahr das 2015 zwischen dem Iran und einer Gruppe von sechs Staaten abgeschlossene Atom-Abkommen aufgekündigt. Darin hatte der Iran Begrenzungen und Kontrollen seiner nuklearen Aktivitäten akzeptiert. Im Gegenzug wurden Sanktionen aufgehoben, die die USA allerdings wieder eingesetzt haben. US-Präsident Donald Trump begründet die Kündigung des Atom-Abkommens unter anderem mit der Entwicklung iranischer Raketen und dem Vormachtstreben der Islamischen Republik in der Region.

Drohung das Programm wieder aufzunehmen

Bei den Zusagen des Iran geht es unter anderem um Grenzen bei der Anreicherung von Uran. Die Substanz ist Ausgangsstoff für Atombomben. Die Regierung in Teheran hat erklärt, sich trotz des Rückzugs der USA an den Vertrag zu halten. Allerdings hat sie gedroht, die Urananreicherung hochzufahren, wenn die übrigen Unterzeichner des Atom-Programms - Russland, China, Großbritannien, Frankreich und Deutschland - keinen Weg finden, um den Iran vor den US-Sanktionen zu schützen.

(an/dpa)