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Astronauten blicken trotz Sojus-Panne gelassen auf Start zur ISS

2.12.2018 19:13 Uhr

Die drei Raumfahrer, die am Montag zur Internationalen Raumstation ISS starten sollen, haben sich trotz der Notlandung einer bemannten Sojus-Rakete im Oktober gelassen gezeigt.

"Wir fühlen uns bereit und denken nicht daran", sagte die US-Astronautin Anne McClain am Sonntag im kasachischen Baikonur mit Blick auf die Panne vom 11. Oktober. Sie und ihre Kollegen hätten "Vertrauen" in die russische Raumfahrtbehörde Roskosmos. McClain soll am Montag gemeinsam mit ihrem kanadischen Kollegen David Saint-Jacques und dem russischen Kosmonauten Oleg Kononenko die Reise zur ISS antreten. Der Start der Sojus-Rakete auf dem Weltraumbahnhof Baikonur in Kasachstan ist für 12.31 Uhr (MEZ) geplant. Sechs Stunden später sollen sie an der ISS andocken, auf der derzeit der deutsche Astronaut Alexander Gerst das Kommando hat.

"Das Risiko gehört zu unserem Beruf dazu", sagte Kononenko. "Wir sind psychologisch und technisch bereit für den Start und für jede Situation, die an Bord passieren könnte", ergänzte der 54-Jährige, der zum vierten Mal ins Weltall fliegt. Der 48-jährige Kanadier Saint-Jacques, für den es am Montag zum ersten Mal ins All geht, sagte, die Tatsache, dass bei der Notlandung niemand zu Schaden kam, zeige die "intelligente Konzeption" der Sojus-Rakete und die "unglaubliche Arbeit" des Teams am Boden. Am 11. Oktober war eine Sojus-Rakete mit zwei Raumfahrern an Bord in Richtung ISS abgehoben, musste aber zwei Minuten nach dem Start wegen einer Antriebspanne notlanden. Der US-Astronaut Nick Hague und sein russischer Kollege Alexej Owtschinin landeten unverletzt in Kasachstan.

(be/afp)