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Asselborn warnt Trump: In Partnerschaften kann es keinen Befehlsgeber und Befehlsempfänger geben

18.2.2019 10:42 Uhr

Der Außenminister Luxemburgs, Jean Asselborn, hat den US-Präsidenten Donald Trump vor einem völligen Bruch mit Europa gewarnt. Auch sein ständiges Twittern sehe er als ein Problem.

In einer Partnerschaft könne es keine "Befehlsgeber und Befehlsempfänger" geben, sagte Asselborn am Montag am Rande eines EU-Treffens in Brüssel. "Sonst zerbricht die Partnerschaft."

Auch sei es ein Problem, dass Trump über den Kurznachrichtendienst Twitter Forderungen stelle, erklärte der derzeit dienstälteste EU-Außenminister. "Twitter hin und her schicken, das hat keinen Sinn."

Außenpolitische Forderungen per Twitter?

Asselborn äußerte sich damit dazu, dass Trump am Wochenende europäische Länder wie Deutschland, Frankreich und Großbritannien per Twitter aufgefordert hatte, mehr als 800 in Syrien gefangene Kämpfer der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) aufzunehmen und zu verurteilen. Für den Fall, dass die Verbündeten nicht reagieren, drohte er mit einer Freilassung der Personen.

Zu den US-amerikanischen Vorbereitungen für die Einführung von Sonderzöllen auf Autoimporte sagte Asselborn, Trump habe nun 90 Tage Zeit, "um zu zeigen, dass er doch nicht so in Zölle verknallt ist und überlegt, was die Konsequenzen sein werden". Er spielte damit darauf an, dass das US-Handelsministerium europäische Autos als Sicherheitsgefahr einstuft und Trump nun 90 Tage Zeit hat, um darauf mit Sonderzöllen zu reagieren.

(be/dpa)