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Ashleigh Barty besiegt Marketa Vondrousova und gewinnt die French Open

8.6.2019 19:05 Uhr

Nach rund zwei Jahren Tennisauszeit war Ashleigh Barty sofort wieder im Siegesmodus, um ihren ersten großen Titel zu gewinnen. Im Finale der French Open ließ die Australierin der 19-jährigen Tschechin Marketa Vondrousova keine Chance und siegte mit 6:1 und 6:3 sehr deutlich. Damit ist Barty die erste Siegerin aus Down Under seit Margaret Court im Jahr 1973 und rangiert nun auf dem zweiten Platz der Weltrangliste. Das Kunststück schaffte zuletzt als Australierin Evonne Goolagong Cawley 1976.

"Ich bin ein bisschen sprachlos. Ich habe ein perfektes Match gespielt, ich bin unglaublich stolz auf das, was ich erreicht habe. Das waren unglaubliche zwei Wochen", sagte Barty nach ihrem dritten Sieg im dritten Duell mit Vondrousova. "Eine neue Königin in Paris" hatte das tägliche Turniermagazin auf der Titelseite angekündigt - denn keine der Finalistinnen hatte je auf einer der vier ganz großen Bühnen triumphiert, keine je im Endspiel von Australian Open, French Open, Wimbledon oder US Open gestanden. Barty kam mit der Situation augenscheinlich besser zurecht. Weil das zweite Herren-Halbfinale zwischen Novak Djokovic und Dominic Thiem (das der Österreicher in fünf Sätzen gewann) am Vortag abgebrochen und am Samstag vor dem Damen-Endspiel fortgesetzt wurde, waren Barty und Vondrousova zum Warten gezwungen - zumal dann auch noch eine einstündige Regenunterbrechung dazu kam.

Die junge Vondrousova war gegen Barty chancenlos

Barty ließ der überforderten Vondrousova kaum eine Chance und gewann verdient und souverän. Sie war die einzige Top-Ten-Spielerin im Halbfinale, nachdem Naomi Osaka (Japan/1.), Karolina Pliskova (Tschechien/2.), Simona Halep (Rumänien/3.), Kiki Bertens (Niederlande/4.), Angelique Kerber (Kiel/5.), Petra Kvitova (Tschechien/6.), Sloane Stephens (USA/7.), Jelina Switolina (Ukraine/9.) und Serena Williams (USA/10.) vorher gescheitert waren.

"Ich bin ja Barty-Fan, die hat einfach alles, um gegen jede Spielerin gewinnen zu können", hatte die langjährige deutsche Fed-Cup-Chefin und Eurosport-Expertin Barbara Rittner gesagt, als die nur 1,66 Meter große Australierin in der dritten Runde Andrea Petkovic als letzte deutsche Spielerin aus dem Turnier geworfen hatte.

Nach den US Open 2014 hatte die Junioren-Siegerin von Wimbledon 2011 eine Auszeit vom Tennis genommen, weil ihr die Strapazen zu viel waren und ihr der Sport keinen Spaß mehr machte. Barty spielte unter anderem Kricket bei den Brisbane Heat, ehe sie 2016 ihr Comeback auf der WTA-Tour gab. Sie kämpfte sich von Platz 271 der Weltrangliste zurück in die Weltspitze, gewann in diesem Jahr in Miami das vierte Turnier ihrer Karriere - und jetzt ihr mit Abstand bedeutendstes.

(ce/dpa)

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