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Aserbaidschanische Ölfirma erweitert Kapazitäten in Anatolien

31.5.2020 23:03 Uhr, von Andreas Neubrand

Um 40 neue Bohrlöcher will die aserbaidschanische Ölfirma SOCAR AQS ihre Gas-Kapazitäten am Salzsee Tuz Gölü in Zentralanatolien erweitern, teilte das Unternehmen in dieser Woche mit.

Laut Generaldirektor Ramin Isayev wird das Unternehmen 103 Millionen US-Dollar in neue Speicherkapazitäten an dem Salzsee investieren. Jeder Brunnen kostet zwischen 2,1 und 2,5 Millionen Euro. 17 der 40 Bohrungen sind bereits abgeschlossen. Die Bohrungen sollen noch bis Oktober 2020 andauern.

Türkei will mehr LNG und weniger Pipelines

Derzeit kann die Anlage 600 Millionen Kubikmeter Gas speichern. Bis 2023/24 will man die Anlage auf 5,4 Milliarden Kubikmeter erweitern.

Ankara plant, seine Flüssigerdgas-Kapazitäten (LNG) auf 30 Prozent auszuweiten und gleichzeitig die Abhängigkeit von Pipelines zu verringern. Aktuell sind die wichtigsten Gaslieferanten für die Türkei der Iran, Russland und Aserbaidschan. Doch in den letzten Jahren sind die LNG-Lieferungen aus Katar, Algerien und den USA deutlich gestiegen.

Einbruch der Öl-Importe

Die gesamten Ölimporte der Türkei gingen im März gegenüber dem Vorjahresmonat 2019 um 7,2 Prozent auf 3,5 Millionen eingebrochen. Das geht aus den Daten der türkischen Energiemarktregulierungsbehörde hervor. Die Rohölimporte lagen dabei bei 2,68 Millionen Tonnen.

1,3 Millionen Tonnen Öl importiert die Türkei dabei aus dem Irak. Russland und Kasachstan folgen mit 485.826 Tonnen und 306.156 Tonnen.

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